• 04.06.2007, 16:12:57
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Wagner Tage in Budapest vom 7.-10.Juni 2007 - Der Ring des Nibelungen

Eine Trilogie mit einem Vorabend von Richard Wagner im Palast der Künste

Wien (OTS) - Wagner arbeitete ein Vierteljahrhundert lang an dem
Ring des Nibelungen, dieser gigantischen Vision von Entstehung und
Untergang der Welt. Ursprünglich hatte er die Tetralogie, offiziell
Trilogie mit Vorabend nicht in solch gewaltigem Umfang geplant -
zunächst wollte er nur ein Stück, Siegfrieds Tod, komponieren, das
am Ende den Titel Götterdämmerung bekam. Er verspürte die
musikalische und dramaturgische Notwendigkeit, dieses Stück um die
Geschichte des Jungen Siegfried, (später Siegfried) zu ergänzen. Um
die Vorgeschichte besser verständlich zu machen, komponierte er
schließlich noch die beiden weiteren Werke, Rheingold und Walküre.
Doch benehmen sich diese Götter, Rheintöchter, Helden, Zwerge und
Riesen vor allem allzu menschlich. Sie lieben, hassen intrigieren,
betrügen, kämpfen wie die Normalsterblichen, in ihnen können wir uns
selbst erkennen. Wie fängt überhaupt das Unheil an? Wotan lässt ein
neues Heim bauen, doch es kostet mehr als geplant. Er braucht Geld,
kann es aber nur illegal beschaffen ... schon nimmt das Drama seinen
Lauf. Am Ende sind alle tot. Und die Botschaft? Sicherlich lassen
sich daraus viele moralische und menschliche Schlüsse ziehen ...Eins
ist sicher: für einen Neubau reicht auch das Geld der Götter nicht.

Der Palast der Künste möchte diese Geschickte so erzählen, dass
sie nicht nur Wagnerianer sondern alle gleichermaßen fasziniert. Die
Aufführung folgt eher der Welt des James Joyce und des nouveau Roman
als der narrativen Tradition des 19. Jahrhunderts. Wir suchen nach
neuen Mitteln; neben den Sängern, die in Konzertkleidern die ganze
Zeit auf der Bühne agieren, erscheinen gleichzeitig Tänzer und
Puppen. Mit der Hilfe auch von Spiegelungen, Lichteffekten,
besonderer Beleuchtung und digitaler Technik wird eine helle, klare
form geschaffen. So kann das Drama unverschleiert und das Wesentliche
verdeutlichend gezeigt werden.

Der Meister des Ringes war radikal modern, er wollte eine neue
Kunstgattung schaffen. Nicht Opern, sondern Musikdramen hat er die
Werke der Tetralogie genannt. Der Ring des Nibelungen ist tatsächlich
NEU, in jeder Hinsicht, gleichgültig wie man die Form nennt. Und
deshalb muss er immer anders und immer in neuer Form erzählt werden.

Es spielt das Symphonieorchester des Ungarischen Rundfunks.
Dirigent und künstlerischer Leiter ist Adam Fischer.
Der Ring des Nibelungen - Aufführungen im Palast der Künste

7. und 9. Juni 2007    18.00      Das Rheingold
  8. und 10. Juni 2007   16.00      Die Walküre
  Im Jahre 2008
  7. Juni 2008           16.00      Siegfried
 14. Juni 2008           16.00      Götterdämmerung
 19. Juni 2008           18.00      Das Rheingold
 20. Juni 2008           16.00      Die Walküre
 21.Juni 2008            16.00      Siegfried
 22. Juni 2008           16.00      Götterdämmerung

Karten gibt es in vier Preiskategorien - 40, 34, 16 und 5 Euro -
und sind auch aus dem Ausland online im Vorfeld erwerbbar via
www.jegyelado.hu (englische Menüführung).

Informationen und Tickets: Palast der Künste, Telefon
0036/1/5553000, Internet www.mupa.hu (auf Deutsch und Englisch
abrufbar), E-Mail [email protected]

Rückfragehinweis:

Ungarisches Tourismusamt, Opernring 1/R/707, 1010 Wien
   Tel.: 0043/1/5852012-13, Fax: 0043/1/5852012-15
   mailto:[email protected]
   www.ungarn-tourismus.at , www.hungary.com
   kostenloses Infotelefon nach Ungarn: 00800 3600 0000
   Infotelefon in Wien: 0900 220013 /0,61 Euro pro Min)

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