• 01.06.2007, 11:41:23
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APA-OTS Politikportalanalyse: Doping

Innsbruck / Wien (OTS) - Das Innsbrucker MediaWatch Institut
erstellt im Auftrag von APA-OTS wöchentlich ein Top-30 Ranking der
meist genannten PolitikerInnen in den österreichischen
Tageszeitungen. Im aktuellen Untersuchungszeitraum (25. bis 31. Mai
2007) belegt Bundeskanzler Alfred Gusenbauer Platz eins. Der Kärntner
Landeshauptmann Jörg Haider findet sich auf Platz zwei, gefolgt von
Verteidigungsminister Norbert Darabos auf Rang drei.

Die Doping-Affäre im Österreichischen Skiverband (ÖSV) beherrscht
die mediale Berichterstattung in der aktuellen Untersuchungswoche.
Nachdem im Februar 2006 bei den olympischen Winterspielen in Turin in
den Mannschaftsquartieren der österreichischen Biathleten und
Langläufer Blutbeutel und verbotene Substanzen gefunden wurden,
setzte das Internationale Olympische Komitee (IOC) nun Konsequenzen:
Alle Beteiligten von Turin werden gesperrt. Außerdem strich das IOC
Österreich Förderungen in der Höhe von einer Million Dollar und ÖSV
Präsident Peter Schröcksnadel stellte seine Funktion als Vizepräsiden
des Österreichischen Olympischen Komitees ruhend. In einer Aussendung
bezeichnete es der für Sport zuständige Bundeskanzler Alfred
Gusenbauer (288 Nennungen) als "oberste Priorität, das Ansehen der
Athleten und des gesamten österreichischen Sportes
wiederherzustellen." Zur Diskussion, dass die Affäre die
Erfolgsaussichten der Olympia-Bewerbung Salzburgs für 2014 schmälere,
meinte Gusenbauer: "Wir haben noch Chancen." Außerdem betonte der
Kanzler, dass es Aufgabe der Politik sei, klare Rahmenbedingungen für
den Kampf gegen Doping zu schaffen.

Ebenfalls Thema dieser Woche: Der Life-Ball. Gusenbauer besuchte
die Anti-AIDS Veranstaltung gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Eva
Steiner. Zuvor hatte er den ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton,
der für seine AIDS-Stiftung von Life-Ball Organisator Gery Keszler
einen Scheck über eine Million Dollar überreicht bekam, zum
Gala-Diner ins Bundeskanzleramt geladen.

Jörg Haider (256 Nennungen) trat diese Woche erneut zum Verkauf
der Kärntner Landesbank Hypo Alpe-Adria an die Bayrische Landesbank,
der einen Polit-Streit in Kärnten ausgelöst hatte, medial in
Erscheinung. In einer Sondersitzung des Kärntner Landtages wurde
beschlossen, den Verkauf in einem Untersuchungsausschuss zu prüfen.
Die Chefin der Kärntner SPÖ, Gabriele Schaunig-Kandut (Rang 12, 112
Nennungen) möchte, dass die Umstände des Verkaufes restlos aufgeklärt
werden. Auch Haider stimmte dem Ausschuss zu, er "habe nichts zu
verbergen." Und der Kärntner ÖVP-Chef Josef Martinz (Rang 13, 107
Nennungen) betonte, dass "die Bank zum besten Zeitpunkt, zum besten
Preis an den besten Partner" verkauft wurde.

Verteidigungsminister Norbert Darabos (236 Nennungen) musste sich
mit Kritik aus dem Bundesheer auseinandersetzen. In einem offenen
Brief äußerten die beiden ranghöchsten Milizoffiziere Michael
Schaffer und Werner Bittner die Befürchtung, dass Darabos aufgrund
der Eurofighter seine Gesamtverantwortung für das Bundesheer
vernachlässige. Der Minister reagierte ebenfalls mit einem offenen
Brief, in dem er betonte, die angesprochenen Sorgen ernst zu nehmen,
aber auch Loyalität von den Offizieren erwarte. Außerdem legte er ein
Bekenntnis zur Miliz ab und forderte mehr Geld für das Bundesheer im
Doppelbudget 2009/2010. In der Eurofighter-Causa versprach Darabos,
dass es in den nächsten Wochen "mehr Klarheit" geben werde.

In den Top-Five des Rankings finden sich außerdem Vizekanzler
Wilhelm Molterer (Rang vier, 214 Nennungen) und Gesundheitsministerin
Andrea Kdolsky (Rang fünf, 212 Nennungen). Molterer war wiederum zum
Aktenstreit im Eurofighter-Untersuchungsausschuss in den Medien
vertreten. Andrea Kdolsky positionierte sich mit dem
Kinderbetreuungsgipfel und zum Thema Nichtraucher-Schutz.

Neu eingestiegen in dieser Woche in das Top-30 Politikerranking
sind unter anderem: Doris Bures, SPÖ (Rang acht, 158 Nennungen),
Michael Ritsch, SPÖ (Rang 18, 98 Nennungen), Elke Sader, SPÖ (Rang
23, 78 Nennungen), Peter Westenthaler, BZÖ (Rang 28, 69 Nennungen)
und Hannes Missethon, ÖVP (Rang 29, 65 Nennungen).

Die SPÖ stellt diese Woche 13 PolitikerInnen im Ranking, die ÖVP
positioniert sich mit elf VertreterInnen. Das BZÖ nimmt drei
Positionen ein, die Grünen eine. Außerdem im Ranking:
Bundespräsident Heinz Fischer und Wirtschaftskammerpräsident
Christoph Leitl. Die FPÖ ist diese Woche nicht vertreten.

MediaWatch analysiert im Auftrag von APA-OTS die Präsenz
österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen
Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über das
OTS-Politikerportal http://www.politikportal.at kostenlos abrufbar.

Die kompletten Daten und alle bisherigen Analysen sind über den
kostenpflichtigen Service http://www.defacto.at erhältlich (Download
über den Link "Alle Analysen" am unteren Ende des Rankings).

Rückfragehinweis:
MediaWatch Institut für Medienanalysen GmbH
Mag. Clemens Pig, Geschäftsführender Gesellschafter
Tel.: +43 512 588 959-10
mailto:[email protected]
http://www.apa-mediawatch.at

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