- 01.06.2007, 11:05:54
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Webshops geraten durch Web 2.0 unter Druck
Feedback-Funktionen werden durch Mitbewerb missbraucht - Negative Berichte machen Produkte zu Ladenhütern - Marktmacht von Google und Microsoft nimmt zu

Wien (OTS) - Die Kaufentscheidung für ein bestimmtes Produkt wird
beim Online-Shopping immer stärker von der Bewertung anderer User
abhängig gemacht. "Allerdings ist der Rückmeldungs-Missbrauch durch
die Konkurrenz enorm und nicht kontrollierbar", erklärte Jörg
Spreitzer, Vorstand des Direct Marketing Verbands Österreich (DMVÖ),
gestern, Donnerstag, Abend bei einer Veranstaltung der
APA-E-Business-Community in Wien.
Die Möglichkeit zum direkten Feedback durch Web 2.0-Anwendungen,
der "Technologie der Massen für die Massen", werde zwar nur von
weniger als drei Prozent der Kunden genützt. Mehr als jeder zweite
Käufer informiere sich vor der Bestellung aber in Meinungsforen. Die
Motivation zu positiven Rückmeldungen sei - wie im richtigen Leben -
eher gering. Bei überwiegend negativem Feedback werde das Produkt
aber praktisch automatisch zum Ladenhüter.
"Wer im Supermarkt ein Produkt einkauft, weiß nicht, ob es anderen
Kunden geschmeckt hat - und erfährt es auch nie. Im Internet ist das
anders", so Spreitzer. Die Händler müssten neben der Verbesserung des
Erlebnisses im Webshop auch an der Erwartungshaltung vor und dem
erhaltenen Eindruck nach dem Kauf arbeiten. "Nur wer alle Phasen
optimal abdeckt, wird Erfolg haben", gab sich der DMVÖ-Vorstand
überzeugt.
"Schlechtes Service im Online-Shop vertreibt die Kunden noch
schneller als im realen Geschäft", ergänzte Alexander Szlezak,
Geschäftsführer des Softwarespezialisten Gentics. Einfachheit und
Schnelligkeit müssten im Internet außerdem über das Design der
Einkaufsplattform gestellt werden. "Am wichtigsten ist aber, gefunden
zu werden. Und das ist gar nicht so leicht", stellte Szlezak fest.
Die jüngsten Zukäufe von Vermarktungsplattformen durch Google und
Microsoft würden das nicht gerade erleichtern. "Da entsteht eine
Marktmacht, die sich noch keiner vorstellen kann. Manche Unternehmen
machen 30 Prozent ihres Umsatzes durch Google-Werbung", warnte Rainer
Friedl vom Webconsulter diamond:dogs. Durch Preisvergleichsseiten sei
zudem der Druck auf die Händler enorm gestiegen. "Teilweise beträgt
die Marge nur mehr ein bis zwei Prozent", sagte Friedl.
"Über den Verkauf von Büchern und Tickets sind wir im E-Commerce
eigentlich noch nicht hinaus. Ab einer bestimmten Summe sind die User
sehr zurückhaltend", ortete Roland Tauchner, Geschäftsführer des
Service Providers Dimoco, Nachholbedarf. "Beim mobilen Geschäft
dominieren in Europa derzeit Sprache, SMS und Co. Da brauchen wir
noch Zeit und mutige Kunden", so Tauchner. Früher oder später werde
das Handy aber integraler Bestandteil der Shopping-Welt.
Die Partner-Unternehmen der E-Business-Community sind:
- ANECON Software Design und Beratung GmbH www.anecon.com - Capgemini Consulting Österreich AG www.at.capgemini.com - diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc - DIMOCO Direct Mobile Communications GmbH www.dimoco.at - Direct Marketing Verband Österreich www.dmvoe.at - economyaustria economyaustria.at - Gentics www.gentics.com - Hewlett Packard www.hp.com/at - IT Solution GmbH www.itsolution.at - Kapsch CarrierCom AG www.kapsch.net - Microsoft Österreich www.microsoft.com/austria - NextiraOne www.nextiraone.at - SER Solutions Österreich GmbH www.ser.at - T-Mobile Austria t-mobile.at - Wirtschaftskammer Österreich wko.at - APA-MultiMedia multimedia.apa.at
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Rückfragehinweis:
E-Business-Community
Barbara Rauchwarter
Tel.: +43/1/360 60-5700
mailto:[email protected]
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