• 01.06.2007, 10:38:53
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VP-Gerstl: "Wiener Linien nur beim Fahrgäste-Abzocken schnell"

Tarifumstellung zu früh, dafür U-Bahnen ständig zu spät

Wien (VP-Klub) - "Die Wiener Linien sind nur beim Abzocken ihrer
Fahrgäste schnell unterwegs. Während man von ihnen Verspätungen sonst
leider gewohnt ist, konnten sie es offenbar nicht erwarten, ihren
Kunden die höheren Fahrpreise aufs Auge zu drücken. Deshalb haben sie
einige Fahrscheinautomaten einen Tag zu früh umgestellt. Die Wiener
Linien sind aufgefordert, das unzulässige Körberlgeld den betroffenen
Fahrgästen rasch und vor allem unbürokratisch zurück zu erstatten.
Dieses unverschämte Vorgehen zeigt aber eines: Den Wiener Linien ist
offenbar jedes Mittel recht, um ihre Kundinnen und Kunden nachhaltig
zu verärgern", kritisiert der Verkehrssprecher der ÖVP Wien, LAbg.
Wolfgang Gerstl.

Er forderte die zuständige Finanzstadträtin Brauner auf, die Wiener
Linien zu einer wirklichen Kunden- und Serviceorientierung
anzuhalten. "Dazu zählt auch, dass man mit den Mehreinnahmen durch
die unverfrorene Gebührenabzocke Missstände bei den Wiener Linien
beseitigt. Ständige Zugverspätungen, mangelnde Klimatisierung der
Garnituren, Betriebsstörungen, offenes Drogendealen in den U-Bahnen:
Zu tun gäbe es genug, nur wird leider viel zu wenig getan", so
Gerstl. Er befürchtet, dass sich die Situation für die Benutzer der
öffentlichen Verkehrsmittel weiter verschlimmert. "Indiz dafür sind
die Andeutungen, dass ohne großes Aufsehen eine halbe Milliarde Euro
für den U-Bahn-Ausbau gestrichen werden soll."

SPÖ verliert letzten Rest an Glaubwürdigkeit

Gerstl weiter: "Wofür erstellt die SP-Stadtregierung im Jahr 2003
einen Verkehrsmasterplan und verspricht hoch und heilig die
Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs, wenn dieser Plan
heute nicht mehr gilt? Damit gesteht die SPÖ das Scheitern ihrer
eigenen Verkehrspolitik ein und verliert gleichzeitig den letzten
Rest an Glaubwürdigkeit. Die ÖVP Wien sieht keinen Grund, von den
Zielen in diesem Plan abzurücken, sondern wir erwarten, dass die
SP-Stadtregierung ihre Versprechen an die Wienerinnen und Wiener
endlich einmal umsetzt. Denn es kann nicht sein, dass die Autofahrer
immer mehr schikaniert werden und es gleichzeitig keine
Verbesserungen im Bereich der Öffis gibt. Der Verkehrsstadtrat ist
dringend am Zug, diese Doppelmühle für die Wienerinnen und Wiener zu
beenden."

Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (++43-1) 4000 / 81 913
Fax: (++43-1) 4000 / 99 819 60
mailto:[email protected]

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