- 31.05.2007, 14:20:38
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AKNÖ-Staudinger wünscht gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen 1
BM Claudia Schmied Gastrednerin auf 128. AKNÖ-Vollversammlung
Wien (AKNÖ) - "Gut, dass es jetzt mehr Bewegung im Bildungsbereich
gibt", erklärte AKNÖ-Präsident Josef Staudinger nach dem Gastreferat
von Bildungsministerin Claudia Schmied auf der 128. Vollversammlung
der NÖ Arbeiterkammer. Er sprach sich für Niederösterreich als
Modellregion für eine gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen aus.
Der AKNÖ-Präsident hat die 128. Versammlung des Arbeiterparlamentes
ganz unter das Zeichen von Bildung und Ausbildung gestellt. Der Kampf
gegen den hausgemachten Facharbeitermangel liegt der NÖ
Arbeiterkammer besonders am Herzen. "Der Mangel in einigen wenigen
Berufen kommt in Niederösterreich oft durch Doppelmeldung der offenen
Stellen zustande. Wir können die Forderung nach mehr ausländischen
Fachkräften nicht nachvollziehen, wir brauchen vielmehr rasche und
qualifizierte Ausbildung der Niederösterreicherinnen und
Niederösterreicher und diese ist möglich", sagt Staudinger. Auch auf
die Lehrlingsausbildung soll intensives Augenmerk gelegt werden, um
die Arbeitslosigkeit vor allem bei den jungen Menschen zu bekämpfen.
"Bildung ist ein Schlüsselfaktor für die wirtschaftliche und
gesellschaftliche Entwicklung von Staaten sowie für die persönlichen
und beruflichen Chancen von Menschen", bestätigte Bundesministerin
Schmied die Forderungen der AKNÖ in ihrem Eingangszitat, das sie dem
AK-Programm entnommen hat.
Weniger SchülerInnen in der Klasse, mehr Tagesbetreuung
Sie kündigte mehr Bewegung im Bildungsbereich an. Die Senkung der
Klassenschülerzahlen auf 25, mehr Deutsch-Unterricht zur Integration
fremdsprachiger Kinder, 28.000 neue Tagesbetreuungsplätze sowie die
Weiterbildung und Imageförderung im Lehrberuf sind ihre kurzfristigen
Ziele. Immerhin haben 17,5 Prozent der unter 25- bis 29-Jährigen und
17,4 Prozent unter den 20- bis 24-Jährigen keine weiterführende
Ausbildung. Und 4 Prozent jedes Schulabgängerjahrgangs der
Pflichtschulen haben ihre Schulpflicht nicht erfüllt. Schmied sprach
sich für mehr Chancengerechtigkeit durch Bildung und im
Bildungssystem aus sowie für die Förderung und Entdeckung von
Talenten bei gleichzeitig sorgsamen Umgang mit Schwächen. Dass
Spitzenleistungen eine breite Basis und sozialen Zusammenhalt in der
Gesellschaft brauchen, stieß auf große Zustimmung im Plenum. Schmied
stellte sich anschließend der Diskussion mit den Kammerrätinnen und
Kammerräten. Dabei standen die Klassenschülerhöchstzahlen, die Vor-
und Nachteile der Gesamtschule, die mangelnde Information der Eltern
sowie die Frage nach der Integration fremdsprachiger Kinder im
Brennpunkt. Der AKNÖ-Präsident meinte nach der Diskussion: "In der
Bildungspolitik muss man Schritt für Schritt vorgehen, aber die
Gehrer-Schritte waren langsam oder gar am Stand. Jetzt gehen wir
endlich vorwärts".
Hohe steuerliche Belastung der ArbeitnehmerInnen
Ein weiteres wichtiges Thema der 128. Vollversammlung der AKNÖ war
die Diskussion über den Begriff der Arbeit und wie sich dieser im
Laufe der Zeit geändert hat. Staudinger kritisierte weiters die hohe
Belastung der arbeitenden Bevölkerung durch Steuern und Abgaben und
die geringe Belastung von nur 0,5 Prozent, der das Kapital
unterliegt. Zum Vergleich führte er Großbritannien an, wo die
steuerliche Belastung des Kapitals das Neunfache beträgt.
(Fortsetzung folgt)
Rückfragehinweis:
AKNÖ Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: (01) 58883-1252
mailto:[email protected]
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