• 31.05.2007, 12:35:17
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Seniorenbund-Generalsekretär Becker zur Neuregelung des Pflege- und Betreuungssystems: "Jetzt sind auch die Länder gefordert!"

Wien (OTS) - Die Neuregelung der 24-Stunden-Betreuung muss bis
Ende Juni fertig sein, da dann die Amnestieregelung für ausländische
Pflegekräfte ausläuft. "Die Bundesregierung hat die Grundlage für
eine Regelung gelegt, welche eine 24-Stunden-Betreuung legal
ermöglichen kann", so Heinz K. Becker, der Generalsekretär des
Österreichischen Seniorenbundes. Becker hebt dabei das von
Arbeitsminister Bartenstein entwickelte Berufsbild für Selbstständige
in der Betreuung hervor, eine "wahre Pionierarbeit". In Hinblick auf
das morgige Treffen Sozialminister Buchingers mit den
Landesfinanzreferenten erinnert Becker: "Jetzt sind die Länder
gefordert, da auch bei ihnen eine gesetzliche Verantwortung für
Pflege und Betreuung liegt."

Vizekanzler und Finanzminister Molterer hat ja bereits bekräftigt,
dass für das laufende Jahr die Finanzierung der Förderungen seitens
des Bundes sichergestellt ist. Jetzt dürfen die Länder nicht säumig
sein. Becker: "Bei einer so wichtigen Aufgabe, wie die Betreuung
kranker, pflegebedürftiger Menschen sicherzustellen, müssen alle
ihren Teil beitragen." Zu erinnern ist zudem daran, dass die
Förderung der Betreuung zu Hause von größter Wichtigkeit ist. "Zum
einen wollen die meisten Menschen in den eigenen vier Wänden betreut
werden. Zum anderen ermöglicht dies den Ländern auch einen
effizienteren Budgetmitteleinsatz." betont Becker: "Es ist
unbestritten, dass Betreuung zu Hause weniger kostet als im Heim."

Becker verweist auf weitere Seniorenbund-Forderungen zur
Neuregelung von Pflege und Betreuung und unterstreicht, dass im
Bereich Pflege und Betreuung noch viel mehr getan werden muss: "Wir
unterstützen die Bundesregierung bei der Umsetzung der konkreten
Konzepte des Seniorenbundes und des Sozialpartners Seniorenrat", so
Becker und nennt unter anderem folgende Prioritäten:

- Automatische Einstufung Demenzkranker in die Pflegegeldstufe 5
 - Jährliche Valorisierung des Pflegegeldes
 - Ausbau der mobilen Dienste
 - Stärkere Unterstützung pflegender Angehöriger
 - Ausbildungsoffensive für Pflegeberufe, vom Lehramt bis zum 
   universitären Studium 
 - Förderung betreuter Wohnformen 
 - Förderung und stärkere Einbindung der Ehrenamtlichen

Abschließend kommentiert Generalsekretär Becker die jüngsten
Äußerungen Buchingers. Dieser hatte in einer Aussendung betont, er
sei zuversichtlich, "dass wir mit 1. Juli ein legales, leistbares und
qualitätsgesichertes Modell haben", und dass es "bereits ab kommender
Woche" eine große Informationskampagne zur neuen Betreuungs-Regelung
geben würde. Becker: "Wir wünschen ihm, dass dies gelingen möge. Aber
seine Zuversicht in Ehren, ein wenig früh scheint diese Ankündigung
insofern, als dass zuerst eine gemeinsame, von Bund und Ländern
getragene Lösung gefunden werden muss."

Rückfragehinweis:
Österreichischer Seniorenbund
Mag. Martin Amor
Tel.: 01/40126-157

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