• 30.05.2007, 17:45:22
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WirtschaftsBlatt Kommentar vom 31.5.2007: Darabos und ein Kampf, der aussichtslos ist - von Peter Muzik

Rostige Panzer,ratlose Minister und zuwenig Geld

Wien (OTS) - Norbert Darabos, hauptamtlich als
Eurofighter-Referent der Republik tätig, ist in Wahrheit ein armer
Teufel: Einerseits soll er der Herstellerfirma unserer Abfangjäger
möglich viel Geld abknöpfen, das sich Österreich gemäss
SPÖ-Versprechen sparen möchte; andererseits muss der
Verteidigungsminister mehr Geld aus den Bundesbudgets der kommenden
Jahre für das Heer verlangen, weil sonst der ganze Laden vor die
Hunde gehen könnte.
Nahezu täglich zweifelt irgendwer an der Kompetenz des einstigen
Zivildieners bzw. wird diesem aus irgendeiner Ecke der Rücktritt
nahegelegt gestern war übrigens der Österreichische Gewerbeverein an
der Reihe. Ein Verbleiben im Amt, argumentierte dieser, würde nicht
bloss die Funktionstüchtigkeit des Bundesheeres gefährden, sondern
auch gleich die Sicherheit des Landes und das internationale Ansehen
Österreichs. Und wie zur Unterstützung dieser an sich gewagten, weil
übertrieben formulierter These, brach in den Medien prompt die
schreckliche Story mit den rostigen Panzern aus.
> Beständen 90 gebrauchte Jagdpanzer Jaguar erstanden, die so lange
saniert wurden, bis Kosten von 75 Millionen angefallen sind. 2004 war
erst jeder zweite Jaguar im Einsatz etliche Panzer sind jahrelang im
Freien herumgestanden und wiesen bereits Korrosions- und sonstige
Schäden auf. Ende 2005 musterte man das Gerät schliesslich aus. Die
Ausschreibung vor einem Jahr wurde sodann gestoppt, sodass die Panzer
bis heute nicht verwertet/verschrottet sind.
> > Genie ist, zu kritisieren wäre, sondern auch seine Vorgänger. Etwa
Werner Fasslabend, der die Anschaffung des "Jaguar" seinerzeit
wortgewaltig verteidigt hat. Oder Herbert Scheibner und Günther
Plattner, die es nicht geschafft haben, derartige Schildbürgereien
abzustellen.
> heisst - katastrophal ausgestattetes, weil finanziell unterdotiertes
Heer mit militärischen Geräten umzugehen pflegt. Das relativiert
freilich die Ambitionen von Minister Darabos, künftig mehr
Budgetmittel zu fordern. Hoffen wir, dass nicht auch die Abfangjäger
bald verrosten.
> dem diese Scharlatanerie schon frühzeitig aufgefallen ist, oft zum
Krenreiben ist: Der
RH-Bericht hat nämlich so gut wie nix bewirkt

Rückfragehinweis:
WirtschaftsBlatt
Redaktionstel.: (01) 60 117/305 oder /280
http://www.wirtschaftsblatt.at

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