• 30.05.2007, 11:02:52
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Caritas-Präsident Küberl: "Zögern kostet Kinderleben und Zukunftschancen"

Caritas fordert vor G8-Gipfel mehr EZA-Mittel / Positionspapier zu "Kindern in Not"/ Start des neuen Caritas Kinderpatenschaftsprogramms für eine bessere Zukunft

Wien, 30. Mai 2007 (OTS) - "Die UN-Kinderrechtskonvention gehört
sicher zu den am meisten gebrochenen Übereinkommen", ist Christoph
Petrik-Schweifer, Auslandshilfechef der Caritas Österreich,
überzeugt. Denn obwohl die Konvention mittlerweile fast alle
UN-Mitgliedsstaaten unterzeichnet haben, leben weltweit Millionen von
Kindern im Elend. "6,5 Millionen Kinder sterben jährlich an Hunger,
100 bis 200 Millionen leben auf der Straße, 218 Millionen müssen
arbeiten und werden oft auch sexuell ausgebeutet, 121 Millionen
können nicht die Schule besuchen", nennt Petrik-Schweifer bei der
Präsentation des Caritas-Positionspapiers zu "Kindern in Not" nur
einige, dramatische Zahlen. Entsprechend dem Caritas-Auftrag -
besonders den Schwächsten der Gesellschaft zu helfen - bilden Kinder
einen Schwerpunkt der Auslandshilfe. Über ein Viertel aller 572
Projekte kommt Kindern zugute.

"Die Erreichung der Millenniumsziele der Vereinten Nationen, die die
Halbierung der weltweiten Armut bis 2015 zum Ziel haben, ist ein
lebenswichtiger Beitrag zum Wohl dieser Kinder. Hier herrscht
dringender Handlungsbedarf", appelliert Petrik-Schweifer angesichts
des bevorstehenden G8-Gipfels an diese acht Länder, ihre Mittel für
die Entwicklungszusammenarbeit (EZA) zu erhöhen.
Die Kluft zwischen Reden und Handeln bei der weltweiten
Armutsbekämpfung betreffe aber nicht nur die G8-Ländern, sondern die
gesamte internationale Staatengemeinschaft inklusive Österreich, ist
Caritas-Präsident Franz Küberl überzeugt: "Das Zögern kostet
Zukunftschancen oder sogar das Leben von Millionen von Kindern auf
der ganzen Welt. Diese Kinder können nicht länger warten."

Die österreichische Bundesregierung fordert Küberl auf, zur
weltweiten Armutsbekämpfung bei der EZA tiefer in die Tasche zu
greifen, denn die Erreichung der 0,7 des Bruttonationaleinkommens
(derzeit: 0,48 Prozent) sei "nach wie vor mehr als fraglich". Zudem
würden zur weltweiten Armutsbekämpfung auch neue Finanzierungsquellen
benötigt, etwa die Besteuerung von Devisentransaktionen (Stichwort:
Tobin Tax), so Küberl.
Um Kindern weltweit ein Leben mit Zukunftschancen zu sichern, sei
aber nicht nur die Politik sondern auch jeder einzelne gefordert,
hier tatkräftig mitzuhelfen, ist Küberl überzeugt.

"Damit sich Kinder eine schöne Zukunft ausmalen können"

Unter dem Motto "Damit Kinder sich eine schöne Zukunft ausmalen
können" startet die Caritas nun ihr neues Kinderpatenschaftsprogramm:
Der kleine Ferdinand Mukubulwe aus der Demokratischen Republik Kongo
wurde mit einem Klumpfuß geboren. Seine Eltern hatten kein Geld für
die teure Behandlung. Doch dann kam die glückliche Wende: Im
Caritas-Zentrum Uluse in Kilwa Kasenga wurde er operiert. Jetzt kann
der kleine Bub gehen und ein normales Leben führen.

So wie Ferdinand kann vielen Kindern weltweit mit einer Patenschaft
geholfen werden. Denn die Patinnen und Paten helfen verlässlich mit,
dass die Caritas die Kinder mit dem Lebensnotwendigsten versorgen
kann - mit Essen, einem Dach über dem Kopf, medizinischer Hilfe und
einer Schulausbildung. Die Caritas hilft mit Zentren der
Mitmenschlichkeit: mit Waisenhäusern, Straßenkinderzentren,
Behinderteneinrichtungen und Schulen, damit auch alleingelassene und
benachteiligte Kinder eine Zukunftschance haben.
"Liebe, Geborgenheit und einfach Kind sein dürfen! Das wünschen sich
Kinder in Äthiopien, Peru, Pakistan, Ukraine, Albanien oder
Österreich gleichermaßen. Doch der Alltag vieler Mädchen und Buben in
ärmeren Ländern ist geprägt von Leid, Armut, Kriminalität und
Grausamkeit. Patinnen oder Paten im Caritas
Kinderpatenschaftsprogramm helfen mit, Kindern in Not einen Funken
Hoffnung in ihrem Leben zu geben", unterstreicht Küberl.

Die Caritas bietet Projektpatenschaften an. Dabei übernehmen Patinnen
und Paten jeweils symbolisch den monatlichen Unterhalt eines Kindes,
in dem von ihnen ausgesuchten Projekt. Den PatInnen werde aber nicht
jeweils ein ganz bestimmtes Kind zugeteilt, erläutert Küberl: "Unsere
Erfahrung ist es, dass dann einige, vielleicht hübschere Kinder
viele, andere jedoch gar keine Paten bekommen. Wir wollen aber allen
Kindern eine Chance geben und deshalb werden die Spenden für alle
Mädchen und Burschen gleichermaßen verwendet." So sei zudem
gewährleistet, dass auch infrastrukturelle Maßnahmen finanziert
werden könnten und dass die Hilfe nachhaltig und langfristig wirke.
Die Höhe des monatlichen Betrags ist vom Projekt abhängig und liegt
zwischen 15 und 40 Euro. Die Patenschaft kann als Dauerauftrag oder
Einziehungsauftrag laufen und jederzeit storniert werden.

Volksbanken und viele andere helfen mit

Zahlreiche Sponsoren, allen voran die Volksbanken als Hauptsponsor,
haben das Caritas Kinderpatenschaftsprogramm erst möglich gemacht.
"Wir Volksbanken bekennen uns zu unserer Verantwortung für unsere
Mitwelt, Umwelt und auch Nachwelt und unterstützen daher in
vielfältiger Weise karitative Projekte", sagt
Volksbanken-Verbandschef Hans Hofinger: "Im Projekt
Kinderpatenschaften verbindet sich die Volksbanken-Philosophie der
gemeinschaftlichen Selbsthilfe mit ganz konkreter und nachhaltiger
Unterstützung." Der Spezialist für Service-Rufnummern atms stellt
eine Gratis-Hotline zur Verfügung. Der digitale Partner der Caritas,
UPC, unterstützt die Patenschafts-Homepage. Und viele Firmen, zum
Beispiel Ja! Natürlich und dm sponsern Werbeplatz.

"Bitte, werden Sie Patinnen und Paten und helfen Sie auf diese Weise
mit, dass sich Kinder eine schöne Zukunft ausmalen können!", ersucht
Küberl abschließend die heimische Bevölkerung.

Service:
- Infos zu rund 30 Kinderpatenschaftsprojekten der Caritas gibt´s
unter: www.patenschaften.at oder der Hotline: 0800/880 280.
- Fotos zum Kinderpatenschaftprogramm zur honorarfreien Verwendung
finden Sie unter:
http://bild-db.caritas-wien.at:80/imagine/ims/login.do. Bitte geben
Sie folgenden PIN-Code ein: QPW1E. Die weiteren Felder der Maske
füllen Sie bitte nicht aus.

Rückfragehinweis:
Caritas Österreich
Mag. Silke Ruprechtsberger
Tel: 01/488 31/417 oder: 0664/82 66 909
[email protected]
www.caritas.at

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