- 29.05.2007, 13:57:34
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Ärztekammer fordert ärztliche Anti-Doping-Beauftragte für alle Sportverbände
Dorner: "Dem Dopingsumpf in Österreich muss ein Ende bereitet werden"
Wien (OTS) - Der Wiener Ärztekammerpräsident Walter Dorner
begrüßte heute, Dienstag, die vom Österreichischen Olympischen
Komitee getroffenen Maßnahmen in Bezug auf Doping. Damit seien die
Weichen gestellt, um "dem Dopingsumpf hierzulande ein Ende zu
bereiten." Gleichzeitig fordert Dorner aber auch, dass künftig in
allen heimischen Sportverbänden Ärztinnen und Ärzte der Gesellschaft
für Sportmedizin zu Anti-Doping-Beauftragten bestellt werden. Nur so
könne sichergestellt werden, dass in Zukunft österreichische Sportler
nicht mehr auf Doping zurückgreifen, um Erfolge bei Wettbewerben zu
verzeichnen, so der Ärztekammerpräsident. ****
Auch Vertreter der paritätischen Kommission der Österreichischen
Ärztekammer (ÖÄK), die aus Vertretern der ÖÄK und der Gesellschaft
für Sportmedizin zusammengesetzt ist, zeigten sich erfreut, dass
Maßnahmen zur Verhinderung von Doping gesetzt werden. Einig war man
sich jedoch auch darüber, dass die Doping-Problematik in Österreich
viel zu lange ignoriert worden sei. Wären in der medizinischen
Kommission des ÖOC Repräsentanten der österreichischen Gesellschaft
für Sportmedizin vertreten, hätte man schon viel früher und besser
mit den Doping-Problemen in der Vergangenheit umgehen können, so
Dorner.
Durch die Verpflichtung der österreichischen Sportverbände, Ärzte
der Gesellschaft für Sportmedizin zu Anti-Doping-Beauftragten zu
bestellen, könne sichergestellt werden, dass alle Maßnahmen getroffen
würden, "um Doping weitestgehend zu verhindern beziehungsweise Fehler
im Bereich der medizinischen Betreuung zu vermeiden", betont der
Ärztekammerchef weiter. Er empfahl den österreichischen Sportlern
zudem, sich auf ihre Vorbildwirkung rückzubesinnen.
"Gerade in einer Zeit, in der in den Medien täglich über
Komasaufen oder Drogenkonsum von Kindern und Jugendlichen berichtet
wird, sollte der österreichische Sport vielmehr durch seinen
Präventions- und Gesundheitscharakter auffallen als durch
Dopinggeschichten", so Dorner abschließend. (kp)
Rückfragehinweis:
Ärztekammer für Wien - Pressestelle Mag. Kristin Posch Tel.: (++43-1) 51501/1223 Fax: (++43-1) 51501/1289 mailto:[email protected] http://www.aekwien.at
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