• 27.03.2007, 11:14:23
  • /
  • OTS0120 OTW0120

Ärztezentren: Brettenthaler für gemeinsamen Gipfel mit Kdolsky und Hauptverband

ÖÄK-Präsident: "Aufwertung der Hausärzte, Wegfall problematischer Bürokratie und Limitierungen sowie guter Willen der Kassen Voraussetzung"

Wien (OTS) - Im Zusammenhang mit der von Bundesministerin Kdolsky
vorgeschlagenen Schaffung von Ärztezentren im niedergelassenen
Bereich, regt der Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK),
Dr. Reiner Brettenthaler, einen gemeinsamen Gipfel zwischen
Gesundheitsministerin Kdolsky, Hauptverband und Österreichischer
Ärztekammer an. "Die Österreichische Ärztekammer begrüßt den
Vorschlag, denn er entspricht unser langjährigen Forderung. Wir sind
bereit den Weg der Spitalsentlastung mitzugehen. Aber ohne den guten
Willen der Kassen, die Maßnahmen zu finanzieren und die vielen
Hindernisse auf dem Vertragssektor zu beseitigen , wird sich das
nicht umsetzen lassen", erklärte Brettenthaler in einer
Presseaussendung am Dienstag.

Brettenthaler erinnerte daran, dass derzeit nicht nur legistische
Voraussetzungen für neue Kooperationsmodelle fehlten, die die
Anstellung von Ärzten bei Ärzten erlauben. Auch ließen konkrete
Maßnahmen zur oft versprochenen Aufwertung der Hausärzte weiter auf
sich warten. "Stattdessen erschweren bürokratische Auflagen, der
Wegfall von Hausapotheken und problematische Limitierungen der Kassen
beim Leistungsangebot die Tätigkeit. Wird dieser Trend nicht
gestoppt, werden auch bessere Öffnungszeiten am Drang der Patienten
in die Spitäler nichts ändern. Das Ganze ist mehr als die Summe
seiner Teile", so der Ärztepräsident.

Wie der ÖÄK-Präsident betonte, ist eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung
in den meisten Bundesländern durch hausärztliche Bereitschaftsdienste
bereits Realität. Das holländische Modell ist aus seiner Sicht "keine
Alternative für Österreich, da es dort keine fachärztliche Versorgung
durch niedergelassene Ärzte gibt, die aber in einem Gebirgsland wie
Österreich zwingend gegeben sein muss." Dieses holländische Modell
ohne niedergelassene Fachärzte werde "hundertprozentig abgelehnt", so
Brettenthaler abschließend.

Rückfragehinweis:
Pressestelle der
Österreichischen Ärztekammer
Tel.: (++43-1) 513 18 33

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NAE

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel