• 21.03.2007, 11:53:22
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Schmied zur neuen Staatsoperndirektion: Künstler und Manager, Chefdi-rigent erwünscht

Wien (OTS) - Die Struktur der künftigen Staatsoperndirektion ab
Herbst 2010 dürfte
feststehen. Kunstministerin Claudia Schmied klärt in der morgen
erscheinenden NEWS-Ausgabe eine der diskutiertesten Kultur-Causen des
Landes.

Prinzipiell bleibt es bei der aktuellen Aufteilung zwischen einem
künstlerischen (derzeit: Ioan Holender) und einem kaufmännischen
Leiter (derzeit: Thomas Platzer).

Es kommt aber zu gravierenden Änderungen: Holenders Nachfolger
wird ein Künstler sein. Dafür wird die Position des kaufmännischen
Leiters stark aufgewertet. Schmied: "Ich denke an mehr
Gleichberechtigung auch in der Teamstruktur und in der Wirksamkeit."

Schmied befürwortet zudem die Berufung eines Chefdirigenten
(derzeit:Seiji Ozawa): "Wie man das bestmöglich organisiert,
entscheidet der künstlerische Leiter. Aber ein eng an das Haus
gebundener Spitzendirigent wäre durchaus ein Gewinn."

Zur damit wahrscheinlichen Variante Neil Shicoff - ein Manager -
Franz Welser-Möst, Christian Thielemann oder Daniele Gatti sagt die
Ministerin nur: "Kein Kommentar." Sie bestätigt allerdings, Shicoff,
Welser-Möst und Thielemann demnächst - unter vielen - zum Gespräch zu
treffen.

Keine Probleme sieht Schmied für ihren Gesetzesentwurf, durch den
die Bundestheater-Holding mit wesentlich mehr Befugnissen
ausgestattet wird."Ich halte das für sehr sinnvoll. Mein Ziel ist die
Absicherung der Häuser und die bestmögliche Verteilung der
Finanzressourcen. Deshalb soll die Holding gestärkt werden. Das muss
durch den Ministerrat, und dann entscheidet das Parlament mit
einfacher Mehrheit. Ich sehe keine Probleme, weil es mit der
Regierungsspitze - auch mit dem Finanzministerium -
akkordiert ist."

Die Ministerin zum Kulturbudget: " Es gibt mehr, aber nicht genug.
Ein Schritt ist es jedenfalls, aber es könnte deutlich mehr sein."
Eindeutig vom Tisch seien Befürchtungen, es könnten Gelder für schon
bewilligte Filmprojekte umgewidmet werden. Schmied: "Das war völlige
Unwissenheit, pures Missverständnis. Es gibt deutliche Erhöhungen im
Filmbudget, nachhaltige Erhöhungen, mehrjährige Förderung möglich.
Wir hatten einen Round table mit Filmschaffenden. Diese
Missverständnisse sind ausgeräumt."

Rückfragehinweis:
Sekretariat NEWS
Chefredaktion
Tel.: (01) 213 12 DW 1103

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