- 01.03.2007, 12:05:28
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Leitl: Österreichs Verwaltung soll wieder die beste Europas werden
WKÖ-Präsident und Staatssekretärin Silhavy eröffnen achten "E-Day" im Haus der Wirtschaft - Wirtschaft fordert Reduktion der Verwaltungskosten in Betrieben um 25 Prozent
Wien (PWK136) - Die Wirtschaftskammer Österreich drängt mit
Nachdruck auf eine moderne und zukunftsorientierte Verfassungs- und
Verwaltungsreform. "Wir müssen die Abläufe so gestalten, dass die
öffentliche Verwaltung kein Hindernis, sondern eine Unterstützung für
die heimische Wirtschaft ist. Die vom E-Day ausgehenden Impulse und
Initiativen sind ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Wir
unterstützen jede Initiative, eine bessere Verwaltung zu haben",
stellte WKÖ-Präsident Christoph Leitl zur Eröffnung des heutigen
achten "E-Day" im Haus der Wirtschaft fest.
"Unter Maria Theresia hatten wir hierzulande die beste Verwaltung
Europas, vielleicht der ganzen Welt. Warum sollte das nicht auch
heute wieder möglich sein. Wir wollen dieses Ziel erreichen", betonte
der WKÖ-Präsident. "Wir haben eine Regierung, die in der Lage ist,
große Projekte umzusetzen. Die Wirtschaft erwartet eine
Verfassungsreform, auf der eine moderne Verwaltung etabliert werden
kann".
Als konkrete Forderung nannte Leitl eine Reduktion der
Verwaltungskosten für Unternehmen um 25 Prozent. Dadurch würden nicht
nur die Betriebe entlastet, sondern auch zusätzliche Wachstumsschübe
ausgelöst. Eine nachhaltige Stärkung des Wirtschafts- und
Verwaltungsstandortes liege nicht nur im Interesse Österreichs,
sondern auch der Europäischen Union.
Als Beitrag zur Kostensenkung stellte Leitl den Vorschlag zur
Diskussion, die Publikationspflicht für Unternehmen in der Wiener
Zeitung wegfallen zu lassen. Es würde genügen, wichtige
Pflichtmitteilungen auf elektronischem Wege zu veröffentlichen.
Heidrun Silhavy, Staatssekretärin im Bundeskanzleramt, die
gemeinsam mit Leitl die Eröffnung vornahm, bedankte sich für die
Angebote der Wirtschaft zur Zusammenarbeit und Unterstützung. "Wir
wollen gemeinsam zeigen, dass wir einen modernen und innovativen
Staat haben. Ich bin überzeugt, dass wir in guter Kooperation ein
gutes Stück auf dem Weg zur Staats- und Verwaltungsreform
weiterkommen".
Gerade "e-Government" sei ein wesentlicher Faktor, um die
Verwaltung anders zu gestalten, führte die Staatssekretärin weiter
aus. Durch eine Verwaltungsreform könne Österreich nur gewinnen:
"Nützen wir die Steine, die manchmal den Weg blockieren, um damit
neue Häuser zu bauen"
Sie habe in kurzer Zeit bereits viele gute Erfahrungen machen
können, die dem Klischee vom Beamten mit Ärmelschoner diametral
widersprechen, berichtete Silhavy. "Es sind bereits viele tolle
Leistungen zu finden. Was wir jetzt brauchen, ist eine Verbreiterung
der Schiene. Damit können wir viele Aufholbedürfnisse befriedigen".
(hp)
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