- 21.02.2007, 10:00:00
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Mehr Sicherheit bei Aufzügen und Fahrtreppen in Österreich
TÜV - Sicherheitsbericht 2007 über die Unfallhäufigkeit bei Aufzügen und Fahrtreppen
Wien (OTS) - Der Geschäftsbereich Aufzugstechnik des TÜV
Österreich meldet am 21.02.2007 einen erheblichen Anstieg der Anzahl
der gemeldeten Unfälle bei Fahrtreppen. Beim Aufzugsbetrieb geht die
Entwicklung in Richtung Erhöhung der Sicherheit. So hat der
Gesetzgeber auf die vermehrt auftretenden Unfälle bei Aufzugsanlagen
in Wien reagiert und am 22.12.06 das neue Wiener Aufzugsgesetz
kundgemacht, das mit 22.03.2007 in Kraft tritt. Als führende
heimische Prüfanstalt für Aufzüge appelliert der TÜV Österreich an
alle Bundesländer und verantwortlichen Interessensvertreter, für
einheitliche Regelungen zur Erhöhung des Sicherheitsniveaus bei
Aufzugsanlagen in ganz Österreich zu sorgen.
Das Verhältnis der gemeldeten Unfälle zu den im Betrieb
befindlichen Aufzugsanlagen hat sich auf ein gleich bleibendes Niveau
im Vergleich zum Vorjahr eingependelt. Dies ist vor allem auf die
steigende Anzahl von Nachrüstungen bei älteren Aufzugsanlagen
zurückzuführen. Seit dem Jahr 2000 wurden alleine in Wien rund die
Hälfte aller türlos betriebenen Aufzugsanlagen zumindest mit
Fahrkorbtüren nachgerüstet. Von den noch rund 15.000 in Österreich
betriebenen türlosen Fahrkörben entfallen ca. die Hälfte auf Wien.
Für dieses Bundesland wurde am 22.12.2006 das neue Wiener
Aufzugsgesetz WAZG 2006 kundgemacht. Dieses Gesetz sieht einen
Zweistufen-Plan vor: In der ersten Phase müssen die sechs
wesentlichen Unfallursachen (z.B.: Fahrkorb ohne Türen,
Antriebssystem mit schlechter Anhalte-/Nachregulierungsgenauigkeit,
fehlende oder unzulängliche Notrufeinrichtung) im Zuge der ersten
regelmäßigen Überprüfung erhoben werden. Alle auf die jeweilige
Aufzugsanlage zutreffenden Ursachen sind dann in den nächsten 5
Jahren zu beseitigen. Der zweite Schritt besteht darin, die
Aufzugsanlagen je nach Baujahr einer umfassenden
sicherheitstechnischen Überprüfung zu unterziehen. Durch die Erhebung
des Anlagenzustandes und den daraus resultierenden Risikostufen sind
hier ebenfalls vorgegebene Fristen zur Durchführung von
Nachrüstmaßnahmen definiert.
Im Bereich der Fahrtreppen wurde ein drastischer Anstieg von
Unfallmeldungen registriert.
Waren es im Jahr 2005 noch 46 gemeldete Unfälle, so wurden im Jahr
2006 über 350 Unfälle bei Fahrtreppen gemeldet. Diese enorme
Steigerung resultiert daraus, dass durch Stürze auf Fahrtreppen die
Betreiber mit dem Thema der Haftung konfrontiert werden. Daher werden
Unfälle vermehrt gemeldet, um den Zustand der Anlage zum Zeitpunkt
des Vorfalles erheben zu lassen und sofortige Abhilfemaßnahmen
einleiten zu können.
Der TÜV Österreich dient als führende Prüfanstalt allen Betreibern
von Aufzügen und Fahrtreppen im gesamten Bundesgebiet zur
Durchführung der wiederkehrenden Prüfungen. Weiters ist der TÜV
Österreich als akkreditierte Prüfstelle befugt, umfassende
sicherheitstechnische Überprüfungen im Sinne der Gesetzgebung
durchzuführen.
Das neue Wiener Aufzugsgesetz sowie die Umsetzung der Verordnung
über die sicherheitstechnische Überprüfung und allfällige Nachrüstung
von Aufzugsanlagen sind auch heuer wieder zentrales Thema des
Aufzugstages 2007 am 18.04.2007 im Festsaal des Wiener Rathauses.
Der Geschäftsbereich Aufzugstechnik des TÜV Österreich steht als
führendes österreichisches Dienstleistungsunternehmen für
Zuverlässigkeit und Sicherheit. Mit einer Vielzahl an Prüfleistungen,
Planungsbegutachtungen und Überwachungen ist der TÜV Österreich
marktführender Partner für Wohnbau, Industrie, Gewerbe und
öffentliche Verwaltung.
Weitere Informationen in Form von Statistiken und Grafiken können
auf Anfrage nachgereicht werden.
Rückfragehinweis:
TÜV Österreich Akademie Thomas Rochowansky, MBA Leiter Marketing Laxenburger Str. 228, 1230 Wien Tel.: 01/617 52 50-191 Fax: 01/617 52 50-145 mailto:tr@tuev.at www.tuev-akademie.at
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