- 13.02.2007, 12:12:13
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Elf Kfz-Nachwuchstechniker aus fünf europäischen Ländern auf dem Prüfstand
Die österreichische Kfz-Wirtschaft richtete den fünften EuroCup in St. Pölten aus
Wien (PWK091) - Schon 1998 wurde die Idee beim Vier-Ländergespräch
der Kfz-Wirtschaft geboren, die potentiellen Teilnehmer der alle zwei
Jahre stattfindenden internationalen Berufmeisterschaften
"WordSkills" speziell zu fördern. Und ein Jahr später fand in Graz
der erste EuroCup statt. "Wir sehen den EuroCup als Trainingscamp für
unseren Nachwuchs", so Bundesbildungsreferent Friedrich Nagl, "die
Jungs sind in einer fremden Stadt, in einer ihnen unbekannten
Werkstätte und messen ihr Können mit neuen Kollegen aus Österreich,
Deutschland, Schweiz, Südtirol und Luxemburg. Das ist eine ideale
Voraussetzung der Kandidaten zur Vorbereitung für WorldSkills."
Aber nicht nur die Teilnehmer kommen aus unterschiedliche Länder,
sondern auch die Prüfer. Dadurch sind die Prüflinge mit
unterschiedlichsten Ausbildungsmethoden und Prüfungstechniken
konfrontiert, die es gilt schnell aufzunehmen und in die Praxis
umzusetzen.
Der EuroCup wird von den Nachwuchstechnikern von der sportlichen
Seite gesehen. Für die Ausbildungsverantwortlichen der teilnehmenden
Länder ist der EuroCup eine Plattform des Erfahrungsaustauschs.
Walther Mair, Berufsbildungsverantwortlicher aus Südtirol: "Der
EuroCup ist für uns ideal, um die Ausbildungsmethoden unserer
Partnerländer in der Praxis kennen zu lernen."
Für den langjährigen Schweizer Chef-Experten Erwin Nussbaumer
steht nicht die gute Platzierung der Kandidaten im Vordergrund. "Wir
lernen hier in St. Pölten unsere Kandidaten besser kennen und wissen
nach dem EuroCup wo ihre Stärken, vor allem aber auch ihre Schwächen
sind. Und an diesen werden wir mit ihnen arbeiten."
Emile Lorang zeichnet in Luxemburg für die Ausbildung des
Nachwuchses verantwortlich und freut sich beim EuroCup den
europäischen interkulturellen Gedanken vermitteln zu können. Für ein
kleines Land wie Luxemburg ist die internationale Zusammenarbeit ein
wesentlicher Faktor der Berufsbildentwicklungen. Gleichzeitig sprach
er die Einladung für den EuroCup 2009 aus.
Ganz anders stellt sich die Herausforderung für den
Geschäftsführer des deutschen Zentralverbandes Ingo Meyer dar: "Auf
Grund unserer großen Struktur in Deutschland ist das Auswahlverfahren
für WorldSkills entsprechend lange. Das Problem dabei war, dass die
Kandidaten über der erlaubten Altersgrenze waren. Heuer haben wir
erstmals einen Contest nach dem Vorbild ‚Deutschland sucht den
SuperAzubi` veranstaltet. Beim EuroCup sind diese beiden Kandidaten
nach neuem Auswahlverfahren nun das erste Mal auf internationalem
Boden mit ihrem Können gefordert. Und das auf einem so angenehmen und
kollegialem Boden wie Niederösterreich."
Doch nicht nur Ausbildung und Wettkampf stand an diesem Wochenende
im Vordergrund. "Geselliges Kennen lernen, eine Führung beim
Werkzeughersteller Würth und ein Besuch im Technischen Museum gehören
einfach dazu.", freut sich Nagl. "Die Youngsters wollen ja auch Spaß
am Beruf haben."
Besonders freuen konnte sich der 22jährige Niederösterreicher
Markus Renz aus dem Autohaus Schmal in Kilb. Er stand am Samstagabend
als Bester der Besten vor dem Schweizer Philippe Allenbach und dem
deutschen Thomas Holzmann fest. Der zweite österreichische Teilnehmer
Andreas Kalteis erreicht mit seinen 19 Jahren den stolzen vierten
Platz.
Die österreichischen Teilnehmer:
Markus Renz:
Der 22jährige Niederösterreicher aus Bischofstetten hat sich sein
Hobby zum Beruf gemacht. So absolvierte er innerhalb kürzester Zeit
nicht nur die KFZ-Techniker Lehre und VW-interne Lehrausbildung,
sondern bestand als 21jähriger sowohl die Meisterprüfung des
Kraftfahrzeugtechnikers, als auch die des Karosseriebauers. Darüber
hinaus ist er inzwischen geprüfter VW-Servicemechaniker. Bereits 2005
gewann er den Bundeslehrlingswettbewerb und qualifizierte sich 2006
als Teilnehmer bei der Österreich weiten Vorausscheidung für die
Berufsweltmeisterschaft 2007 in Japan. Bei seinem erfolgreichen Weg
wurde er immer von seinem Lehrmeister und nunmehrigen Arbeitgeber
Ing. Schmal GesmbH (www.schmal.at) aus Kilb/Niederösterreich
unterstützt.
Andreas Kalteis:
Der 19jährige Gaminger/Niederösterreich krempelte schon als junger
engagierter Lehrling die Ärmel hoch und erweiterte seine
Kraftfahrzeugtechnikerlehre um sein Spezialgebiet KFZ-Elektriker zu
einer Doppellehre. Die Fehlersuche und Diagnose, die ihm so Spaß am
Beruf macht, ließ ihn auch 2006 den Bundeslehrlingswettbewerb
gewinnen und räumte ihm den 2. Platz der österreichischen
Vorausscheidung zur Berufsweltmeisterschaft 2007 ein. Damit ist sein
Ziel noch nicht erreicht, als nächstes stehen die Berufsreifeprüfung
und ein Studium am Programm. Für das Autohaus Berger aus
Lunz/Niederösterreich (www.autohausberger.com) hat Andi das, was
einen ausgezeichneten Lehrling ausmacht. Engagement, Ergeiz und vor
allem Spaß am Beruf. (us)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich
Bundesinnung der Kraftfahrzeugtechniker
Andreas Westermeyer
Tel: +43 1 5056950-124
Mail: [email protected]
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