- 08.02.2007, 10:00:47
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AKNÖ warnt vor verunreinigten Pellets
Verpflichtende Qualitätsstandards gefordert
Wien (AKNÖ) - Pellets stehen für umweltfreundliches Heizen und für
kompostierbare Asche. Aber nicht immer, wie der Fall eines
Konsumenten, dem 11 Tonnen verunreinigter Pellets geliefert wurden,
zeigt. Die AKNÖ fordert nun verpflichtende Qualitätsstandards.
Rudolf S. hat Ende September 2006 elf Tonnen Pellets der Firma
Miniera eingelagert, die laut Homepage der Firma ( www.kalab.at) von
einwandfreier Qualität sein sollten, tatsächlich aber eigenartige
braungrünliche Verfärbungen aufwiesen. Schon kurz nachdem er begonnen
hatte, damit zu heizen, bildeten sich im Heizkessel Schlacken und es
kam zu Störungen der Anlage. Der Niederösterreicher wandte sich an
die AKNÖ-Konsumentenberatung, die ein Gutachten erstellen ließ. Das
Ergebnis: Die von der Firma Miniera gelieferten Pellets entsprechen
nicht der ÖNORM 7135. Die Abgase, die bei der Verbrennung entstehen,
weisen mit 3.325 mg/m3 mehr als das Doppelte des zulässigen
Kohlenmonoxid-Wertes auf. Die Verwendung der schadhaften Ware führt
zu höherem Energieverbrauch, geringerer Heizleistung und höherem
Abgasausstoß. "Wir werden uns für den Konsumenten um eine
Rückabwicklung des Kaufs bemühen und einen allfälligen
schadenersatzrechtlichen Anspruch des Konsumenten gegenüber der Firma
prüfen", sagt Ing. Horst Krumholz von der AKNÖ-Konsumentenberatung.
Die Firma Miniera sieht in einer Stellungnahme den Grund für die
erhöhte Schlackenbildung in der Heizungsanlage. "Dagegen sprechen die
eingeholten Gutachten und das zeitliche Zusammenfallen des Beginns
der Störungen mit der Verwendung des von der Firma Miniera
gelieferten Materials sowie ein Befund der Firma Windhager, der
Herstellerin der Heizungsanlage", sagt Krumholz.
Forderung nach Qualitätsstandards
Mittlerweile liegen der AKNÖ-Konsumentenberatung sieben weitere Fälle
vor, sie alle betreffen die Firma Miniera. Die Konsumentenschützer
treten dafür ein, dass die ÖNORM überarbeitet wird, weil derzeit
viele der möglichen Verunreinigungen in Pellets nicht berücksichtigt
werden. Ziel ist es, endlich Grenzwerte hinsichtlich Schadstoffen in
Pellets in rechtlich verbindlichen Normen zu verankern, da es sich
bei ÖNORMEN nur um Richtlinien handelt. "Das wäre nicht nur im Sinne
der Verbraucher, sondern auch im Sinne der Pelletslieferanten. Wir
erhoffen uns hier tatkräftige Unterstützung der Wirtschaftskammer und
der Landwirtschaftskammer", erklärt AKNÖ-Präsident Josef Staudinger.
Rückfragehinweis:
AKNÖ Konsumentenberatung
Dr. Eva Schreiber
Tel.: 0664 / 8142707
http://noe.arbeiterkammer.at
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