• 29.11.2006, 10:30:00
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ÖZIV Medienpreis nach Kärnten vergeben

"Schuasch" geht an Isabella Straub von der Kleinen Zeitung

Wien (OTS) - Im Rahmen einer Galaveranstaltung wurde am Abend des
28.11.2006 in den Räumlichkeiten des Studio 44 der Österreichischen
Lotterien der heuer erstmalig ausgeschriebene ÖZIV Medienpreis
vergeben. Erste Preisträgerin für herausragende Berichterstattung
über Menschen mit Behinderung im Arbeitsleben/in der Wirtschaft ist
Isabella Straub von der Kleinen Zeitung für ihren Beitrag "Die
Prinzessin und die Erbse". Ehrende Anerkennungen wurden Michaela
Herzog, Welt der Frau, und Bettina Benesch, WirtschaftsBlatt,
zugesprochen.

Lange blieb die Spannung, wer denn nun der erste Preisträger des
ÖZIV Medienpreises ist, aufrecht. Erst als Überraschungsgast
Konstanze Breitebner anhob, den Siegertext zu verlesen, wurde manchen
im Saal klar, wer gewonnen hatte: "Schuasch", die vom
burgenländischen Künstler Rudolf Pinter geschaffene Statue, sowie das
Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro wurden an Isabella Straub, für ihre
Reportage "Die Prinzessin und die Erbse", in der sie über die
berufliche Integration von Waltraud mit Down Syndrom berichtet,
verliehen. Der Juryentscheid, unter dem Vorsitz von Fred Turnheim,
Präsident des Österreichischen Journalisten Club, für diese Story war
einstimmig. "Ohne Pathos und Weinerlichkeit wird in dieser Reportage
beispielhaft gezeigt, dass Menschen mit Behinderung im
Wirtschaftsleben sehr wohl integrierbar sind", erklärt Turnheim.
Weitere Mitglieder der Jury waren Karl Amon (ORF), Monika
Eigensperger (FM4), Manfred Fischer (freier Journalist), Herbert
Gartner (Kurier), Roland Schmidl (ORF), Peter Muzik
(WirtschaftsBlatt), Martina Hörr (ATV), Michael Prüller (Die Presse),
Alfred Worm (News) und ÖZIV-Präsident Klaus Voget.

Mit einer ehrenden Anerkennung wurden Michaela Herzog für ihre
Reportage über Sara, eine 14-jährige Schülerin mit Beinprothese, und
Bettina Benesch für ihren Bericht über die gehörlose Sabine Klein
bedacht. "Auch diese beiden exzellenten Berichte zeigen, dass
Unternehmer keine Scheu haben müssen, Menschen mit Behinderung eine
Beschäftigung zu geben. Richtig eingesetzt, können scheinbare
Nachteile durchaus zu Vorteilen für alle Beteiligten werden", meint
ÖZIV-Präsident Voget und erklärt damit gleichzeitig die Intention des
Preises. "Noch immer ist es so, dass viele Unternehmen sich scheuen,
Menschen mit Behinderung anzustellen. Dabei zeigt unsere Erfahrung,
dass gerade diese Gruppe, wenn man ihr eine Chance gibt, überaus
loyal und einsatzbereit ist und exzellente Ergebnisse liefert. Unser
Ziel als eine der größten Interessenvertretungen ist es, die Scheu
der Unternehmer abzubauen und Menschen mit Behinderung durch unsere
Tätigkeit zu sinnvollen und erfüllenden Beschäftigungsverhältnisse zu
verhelfen. Damit wird ein wesentlicher Schritt zur Gleichstellung in
der Gesellschaft gesetzt."

Insgesamt verzeichnete der ÖZIV Medienpreis bei seiner Premiere
knapp 30 Einsendungen aus Print, TV und Radio. "Wir freuen uns sehr
über dieses positive Feedback und werden den Medienpreis sicher so
lange weiterführen, bis er nicht mehr notwenig ist, sprich keine
gesonderte Berichterstattung über Menschen mit Behinderung im
Arbeitsleben notwendig ist, weil der Zugang zu Arbeit und damit
selbstbestimmtem Leben selbstverständlich geworden ist. Die nächste
Ausschreibung erfolgt in Kürze", erklärt ÖZIV-Geschäftsführerin Hedi
Schnitzer.

Gleichzeitig nutzte der ÖZIV den eleganten Rahmen des Studio 44,
der von den Österreichischen Lotterien zur Verfügung gestellt wurde,
für die Präsentation seiner Leistungen vor den rund 180 geladenen
Gästen aus Politik, Wirtschaft, Journalismus und dem Sozialbereich.
Lotterien-Vorstand Bettina Glatz-Kremsner dazu: "Seit ihrer Gründung
1986 tragen die Österreichischen Lotterien zur Finanzierung von
sozialen, sportlichen, wirtschaftlichen, kulturellen und
Umweltanliegen bei. Dies ist durch das Monopol im Glückspielbereich
und die damit verbundene ordnungspolitische und soziale Verantwortung
der Österreichischen Lotterien möglich. Unser Motto dabei lautet
"Manches möglich machen". Und so freuen wir uns, mit unserem
Engagement auch die Premiere des ÖZIV Medienpreises mit zu
ermöglichen."

In entspannten Talkrunden präsentierte der ÖZIV zwei seiner
Angebotsschienen: Mit SUPPORT bietet der ÖZIV österreichweit ein
Coaching- und Beratungsangebot für Menschen mit Körper- und /oder
Sinnesbehinderung sowie chronischer Erkrankung. Ziel im Coaching ist
es, Menschen zu befähigen, im Wirtschaftsleben Fuß zu fassen. ACCESS
ist das brandneue Beratungsangebot zum Thema Gleichstellung. 18
Gleichstellungsexperten, die am selben Tag im Bundesministerium für
soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz ihre Diplome
überreicht bekamen, stehen Unternehmen und öffentlichen Institutionen
bei der Beseitigung von Barrieren und der Umsetzung des
Bundesbehindertengleichstellungsgesetztes in ganz Österreich zur
Verfügung.

Ein weiterer Höhepunkt des Abends für den ÖZIV war die
Vertragsunterzeichnung mit der Post AG, welche als erstes Unternehmen
die Dienste der Gleichstellungs-Berater in Anspruch nimmt und ihr
Filialnetz auf Barrieren untersuchen lässt (Details siehe gesonderte
APA-Aussendung).

Dank für die freundliche Unterstützung, die wesentlich zum
Gelingen dieser Premiere beitrug, gebühren dem BMSG, der Post AG, den
ÖBB, den Unternehmen Henkell, Zwettler und Böhle sowie dem Weingut
Diem, die für das leibliche Wohl der Gäste sorgten. Für gute
Unterhaltung sorgten "Hear & now" sowie "Lusthaus".

Hochauflösende Bilder der Veranstaltung sind unter www.oeziv.at
abrufbar.

Rückfragehinweis:
ÖZIV Öffentlichkeitsarbeit
Ursula Charwat
T: 01-513 15 35-211
M: 0699-156 60 109
E-Mail: [email protected]

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