- 27.06.2006, 10:02:50
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AK Test: Lernen für den Nachzipf - Schon wieder mehr zahlen!
Private Nachhilfe teurer als 2005 - Einzel-Nachhilfe in Lerninstituten zwar durchschnittlich billiger geworden, aber im teuersten Fall bis zu 48 Euro in der Stunde
Wien (OTS) - Die Ferien stehen vor der Tür. Für Schüler, die im
Herbst eine Nachprüfung antreten, weil sie einen oder zwei Fleck im
Zeugnis haben, sind die Ferien getrübt. Jährlich geben
österreichische Eltern fast 140 Millionen Euro für Nachhilfe aus.
"Nachhilfe für den Nachzipf kommt teuer, daher sollten Preise und
Qualifikationen nachgefragt und verglichen werden", empfiehlt AK
Konsumentenschützer Harald Glatz. Private Nachhilfe kostet heuer mehr
als noch im Vorjahr, zwischen zehn und 30 Euro in der Stunde. Es
zeigt sich, dass die Preisdifferenzen durch die unterschiedlichen
Qualifikationen der Anbieter zu Stande kommen. Glatz rät, "nach
Qualifikationen, Ausbildung und Erfahrungen des Nachhilfelehrers zu
fragen".
Die AK hat im Juni die Preise für Nachhilfe bei 211 privaten
Anbietern, 50 Lerninstituten und 37 Anbietern von Intensivkursen in
ganz Österreich erhoben.
Die Kosten für private Nachhilfe sind im Vergleich zum Vorjahr um
durchschnittlich drei Prozent gestiegen. Wer Nachhilfe für
Mathematik, kaufmännische, technische Fächer oder einen
Sprache-Nachhilfelehrer braucht, zahlt am meisten: zwischen zehn und
30 Euro für die Stunde. Für andere Gegenstände werden von zehn bis 20
Euro verrechnet.
Wer sein Kind in ein Lerninstitut geben will, gibt für den
Einzelunterricht heuer um durchschnittlich zwei Prozent weniger aus.
Aber: Einzel-Nachhilfe in einem Lerninstitut kann am teuersten sein.
Eltern müssen bisweilen mit hohen Preisen rechnen - bis zu 48 Euro
pro Stunde. Nachhilfe in Kleingruppen wurde im Schnitt um zwölf
Prozent teurer: Für eine Stunde Gruppenunterricht werden zwischen
sechs und 33 Euro berechnet. Die vergleichsweise niedrigen sechs Euro
für Gruppenunterricht ergeben sich daraus, dass die Nachhilfekurse
für eine Mindestlaufzeit von sechs Monaten angeboten werden.
Tipps der AK Konsumentenschützer
+ Lernhilfe in Nachbarschafts- oder Jugendzentren: Solche Angebote
gibt’s in verschiedenen Grätzeln in Wien. Fragen Sie im Bezirksamt.
+ Fragen Sie Freunde oder Bekannte nach guten Erfahrungen mit
Nachhilfelehrern.
+ Achten Sie beim Preisvergleich auf die Dauer der
Unterrichtseinheiten. Eine Unterrichtseinheit beträgt nicht immer 60
Minuten!
+ Erkundigen Sie sich beim Gruppenunterricht nach der Anzahl und dem
Alter der Schüler in der Gruppe. Je mehr Schüler oder je
unterschiedlicher das Alter der Schüler in der Gruppe, desto
schlechter ist meist der Lernerfolg.
+ Kurse mit mehreren Unterrichtseinheiten sind oft günstiger. Dennoch
rentiert sich ein Preisvergleich, da es auch gute Angebote mit
wenigen Unterrichtseinheiten gibt.
+ Vereinbaren Sie einzelne Probestunden, bevor Ihr Kind
längerfristige Kurse besucht. Nur wenn sich Ihr Kind auch wohl fühlt,
sind gute Ergebnisse zu erwarten.
SERVICE: Die Erhebung finden Sie im Internet unter
http://arbeiterkammer.at
Rückfragehinweis:
Doris Strecker
AK Wien Kommunikation
tel.: (+43-1) 501 65-2677
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at
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