- 07.05.2006, 08:00:00
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"profil": Teile der Asche von Hedy Lamarr werden in einer Wiener Filmproduktion aufbewahrt - in einem Plastiksack
Die 2000 verstorbene Hollywood-Diva und Erfinderin wurde nie begraben - ihre Asche befindet sich in Wien - Sohn erbost über Umgang der Stadt Wien mit der einst "schönsten Frau der Welt"
Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" berichtet Anthony Loder, der
Sohn der in Wien gebürtigen, einstigen Hollywood-Diva Hedy Lamarr,
vom letzten Willen seiner Mutter: "Dass ihre Asche im Wienerwald
verstreut wird. Sie wollte nach Hause." Diesem Wunsch war Loder auf
Einladung des Wiener Filmemachers Georg Misch, dessen Dokumentation
"Calling Hedy Lamarr" kommenden Freitag in den Kinos anläuft, bereits
2005 nachgekommen - allerdings nur teilweise: Die Hälfte von Hedy
Lamarrs sterblichen Überresten liegt bis heute in einem Plastiksack
in der Wiener Filmproduktion "Mischief".
Loder wollte den Rest der Asche in einem Ehrengrab der Gemeinde
Wien beisetzen lassen. Allerdings hätten die Kosten für die
Gestaltung des Grabes, etwa 10.000 Euro, von den Angehörigen getragen
werden müssen. "Die Stadt übernimmt nur die Grabpflege", so der
Wiener Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny, "das ist die
allgemeine Regelung." Das Angebot des "Kronen Zeitung"-Herausgebers
Hans Dichand, die Kosten für das Ehrengrab zu übernehmen, schlug der
62-jährige Loder aus. Er wolle nicht, dass die letzte Ruhestätte
seiner Mutter "von einem Boulevardblatt, in dem nackte Mädchen
abgebildet sind" gesponsert werde, erklärte Loder gegenüber "profil".
Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion
Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502
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