- 09.04.2006, 08:00:00
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"profil": Hypo Alpe-Adria-Affäre könnte Konsequenzen haben
Fragwürdiges Folgegeschäft zur Verschleierung der Verluste abgeschlossen - für Bilanz 2004 könnte nötige Eigenkapitalausstattung fehlen
Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, könnte die Spekulationsaffäre bei
der Hypo Alpe-Adria-Gruppe schwerwiegende Konsequenzen nach sich
ziehen. Sollte die Bank nun, wie von der Finanzmarktaufsicht
verlangt, die Verluste aus den Swap-Geschäften zur Gänze in der
Bilanz 2004 verbuchen müssen, könnte ihr für dieses Jahr die nötige
Eigenkapitalausstattung fehlen.
Das entstandene Minus durch Auflösung stiller Reserven, etwa
mittels Aufwertung der bankeigenen Leasinggesellschaft,
auszugleichen, wie dies Hypo-Chef Wolfgang Kulterer angedeutet hat,
ist nämlich für die Bilanz 2004 nicht mehr möglich. Die Bank wird
zwar die entstandenen Spekulationsverluste nachträglich in der Bilanz
2004 berücksichtigen müssen, darf in den Büchern aber darüber hinaus
keine Veränderungen mehr vornehmen. Das Unterschreiten der nötigen
Eigenkapitalausstattung hat üblicherweise zur Folge, dass ein
Kreditinstitut unter Aufsicht gestellt oder ihm sogar die Konzession
entzogen wird. Dies dürfte im Nachhinein allerdings kaum geschehen.
Wie "profil" weiter berichtet, soll die Hypo zur Verschleierung
der Swap-Verluste mit internationalen Investmentbanken, vor allem mit
dem US-Investmenthaus Lehman Brothers, Folgekontrakte abgeschlossen
haben, im Rahmen derer die Verluste gewissermaßen in Raten auf zehn
Jahre getilgt werden. Die ebenfalls in Form von Swaps konstruierten
Folgekontrakte stellen dem Wesen nach jedoch entsprechen ihrem Wesen
nach jedoch Krediten, welche nichts an der Notwendigkeit zur
Berücksichtigung der eingetretenen Verluste in der Bilanz 2004
ändern.
Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion
Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502
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