OTS0124 / 21.12.2005 / 12:10 / Channel: Wirtschaft / Aussender: Top City Kufstein
Stichworte: Kultur / Marketing / Tirol / Tourismus / Veranstaltung


Aus der Geschichte lernen: Österreich und Italien beleuchten Rolle der Festung Kufstein im ersten Weltkrieg


   Kufstein (OTS) - Während des ersten Weltkrieges noch erbitterte
Kontrahenten, arbeiten heute Österreicher und Italiener gemeinsam an
einem Projekt, das maßgeblich der Geschichtsbewältigung dient.
Zeichen dessen ist eine am gestrigen Dienstag auf der Festung
Kufstein eröffnete Ausstellung im Rahmen einer Interreg III
Kooperation mit Italien/Feltre (Provinz Belluno).

   Ausstellungsgestalter Pater Gerfried Sitar (Stift St. Paul im
Lavanttal) beleuchtete im Rahmen einer informationsreichen Schau im
ehemaligen Artillerie-Laboratorium die Rolle der Festung Kufstein im
1. Weltkrieg als Garnisonsort und Gefängnis sowie die Verbindungen
zur "Zona Monumentale". Dr. Gottfried Preindl von der
Top-City-Kufstein verwies auf die Tatsache, dass die Ausstellung vom
Land Tirol, der Europäischen Union und der Stadtgemeinde Kufstein
gefördert sowie durch das Heeresgeschichtliche Museum Wien inhaltlich
unterstützt wurde. So wurde unter anderem auch die Elisabethbatterie
am Fuße des imposanten Kaiserturmes mit Kanonen aus dem
Heeresgeschichtlichen Museum in Wien bestückt. Aus Mitteln des
Projektes wurde übrigens auch das ehemalige Artillerie-Laboratorium
saniert und zur multifunktionalen Ausstellungsfläche umgebaut. 

   Auch das ehemalige Staatsgefängnis im Kaiserturm der Festung
Kufstein stellt ein interessantes Dokument der Strafrechtspflege der
ehemaligen Monarchie dar und kann heute als Museum von Touristen
besucht werden. Nach der Revolution von 1848 waren hier vor allem
aufständische Ungarn inhaftiert. Der Einbau der heute noch sichtbaren
13 Gefängniszellen im Kaiserturm erfolgte 1734-1745. Als Gastgeber
des Abends agierte der "Verein zur Förderung von Kulturprojekten",
dem Pater Gerfried Sitar als Obmann vorsteht. Die Ausstellung ist
während der üblichen Öffnungszeiten der Festung Kufstein zugänglich
und somit auch integrativer Bestandteil des touristischen
Gesamtangebotes des Kufsteiner Wahrzeichens. 
Unter den Gästen der Ausstellungseröffnung auch zahlreiche Kufsteiner
Stadt- und Gemeinderäte, Kufsteins Kulturreferent Max Ladinser,
Architekt DI Walter Hauser Denkmalamt sowie Projektpartner der
Ausstellung wie Herbert Pircher von Schenker Kufstein.

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Rückfragehinweis:

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   Informationen:
   Top City Kufstein Gottfried Preindl
   Festungskasse/Festungsneuhof:
   Tel: +43.5372/66525
   preindl.g@festung.kufstein.at
   www.festung.kufstein.at
   
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