• 21.12.2005, 12:05:32
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Strukturelle Gewalt in der Schule: aks übergibt Thesenpapier an PolitikerInnen

Kritische SchülerInnen stellen ihre Ideen vor

Wien (SK) - Heute, Mittwoch, fand in der Säulenhalle des
Parlaments der Abschluss der Herbstkampagne der Aktion kritischer
SchülerInnen (aks) statt. Die Herbstkampagne beschäftigte sich mit
den Auswirkungen von struktureller Gewalt in der Schule. Zum
Abschluss verfasste die aks ein Thesenpapier, welches den
BildungssprecherInnen der Parteien übergeben wurde. "Wir sind sehr
erfreut über die Bereitschaft, für die Anliegen von SchülerInnen ein
offenes Ohr zu haben und diese zu unterstützen", zeigte sich Ingrid
Gogl, aks-Bundesvorsitzende, erfreut. ****

Die anwesenden PolitikerInnen Erwin Niederwieser (SPÖ), Magda
Bleckmann (BZÖ) und Dieter Brosz (Grüne) nahmen das Thesenpapier der
aks entgegen und diskutierten mit den SchülerInnenvertreterInnen.
Lediglich ÖVP-Bildungssprecher Werner Amon fehlte. Seine Kollegin
Magda Bleckmann erklärte sich allerdings bereit, ihm das Thesenpapier
im 50m entfernten Plenum zu übergeben.

"Strukturelle Gewalt verschärft soziale Ungerechtigkeiten. Wenn es
für Kinder mit Migrationshintergrund keine ausreichenden
Fördermaßnahmen wie StützlehrerInnen gibt, dann sprechen wir von
struktureller Gewalt. Wenn Mädchen immer noch anders behandelt werden
und es weder Rückzugsmöglichkeiten noch spezielle
Ansprechpartnerinnen gibt, sprechen wir von struktureller Gewalt.
Wenn fehlende Rollstuhlrampen SchülerInnen mit Behinderung den Weg in
die Schule versperren, sprechen wir ebenfalls von struktureller
Gewallt. Noten sind genauso strukturelles Druckmittel. SchülerInnen
sind durch Noten und Leistungsdruck enormem Stress ausgesetzt. Angst,
Frustration und Aggression können die Folgen sein. Alternativen in
der Leistungsbeurteilung sind daher dringend gefragt", erklärt Gogl.

"Die aks wird sich in jedem Fall weiter dafür einsetzen, dass soziale
Ungerechtigkeiten in der Schule nicht mehr verstärkt, sondern
aufgehoben werden. Wir müssen uns um die Ursachen der Probleme und
nicht deren Symptome kümmern", so die Bundesvorsitzende abschließend.
(Schluss) ah/mm

Honorarfreie Bilder der Übergabe, sowie das Thesenpapier auf Anfrage.

Rückfragehinweis: Ingrid Gogl (aks-Bundesvorsitzende): 0699/ 11 40 81
42

Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

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