• 28.09.2005, 10:15:06
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Häupl: "Wenn sich keine Alleinerzieherin mehr Sorgen machen muss, kann die symbolisch wichtige Diskussion zur Bundeshymne geführt werden!"

Präsentation der SPÖ-Kandidatinnen zur Wiener Gemeinderats- und Bezirksvertretungswahl

Wien (SPW) - "Frauenpolitik ist Gesellschaftspolitik. Sie sorgt
für Chancengleichheit, Offenheit und Toleranz und sie sorgt für ein
Miteinader. Der Garant dafür in Wien ist Bürgermeister Michael
Häupl", stellte die Vorsitzende der Wiener SPÖ-Frauen, Gesundheits-
und Sozialstadträtin Renate Brauner, Dienstagabend bei der
Präsentation der Kandidatinnen der SPÖ Wien zur Gemeinderatswahl im
Frauen- und Kommunikationszentrum ega nachdrücklich fest. Sie sei
besonders stolz so Brauner, dass in Wien seit Jahren konsequente
Frauenpolitik betrieben werde. Dies drücke sich auch bei der
Besetzung wichtiger Funktionen aus: vier der acht Mitglieder der
Wiener Stadtregierung sind weiblich, die Hälfte der von der SPÖ
gestellten BezirksvorsteherInnen sind Frauen und 44 Prozent der
Abgeordneten des Wiener Gemeinderats sind weiblich. "Frauen und
Mädchen finden in Wien die Voraussetzungen dafür, ihr Leben selbst
bestimmt und unabhängig gestalten zu können", ist Brauner stolz: "Und
das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis unserer beharrlichen
Frauenpolitik, die die speziellen Wünsche, Probleme und
Lebenszusammenhänge von Frauen berücksichtigt." ****

Übereinstimmung herrschte zwischen Bürgermeister Michael Häupl und
der Frauenvorsitzenden der Wiener SPÖ bezüglich der aktuell geführten
Diskussion zur Bundeshymne. Sie betrachte die Diskussion als wichtige
symbolische Frage, so Brauner, die auch daran erinnerte, dass schon
vor Jahren die SPÖ Frauen eine Textänderung vorschlugen. Allerdings
sei es ein Armutszeugnis für die Bundesregierung, denn dies sei
offensichtlich ihr einziges frauenpolitisches Anliegen. Und Häupl
dazu: "Mein Ziel ist die materielle Umsetzung aller Bedürfnisse. Wir
müssen zuerst dafür sorgen, dass sich keine Alleinerzieherin mehr
Sorgen um Rechnungen oder das Essen ihrer Kinder machen muss. Dann
können wir die Diskussion über den Text der Bundeshymne gerne
führen!"

Vizebürgermeisterin Grete Laska hielt zu den von der ÖVP affichierten
Plakaten zur Wiener Kindergartensituation fest: "Wenn sie schreiben
würden, dass in Wien die besten, die meisten und die Kindergärten mit
den längsten Öffnungszeiten und sozial gestaffelten Tarifen sind,
dann lägen sie richtig. Aber die Wienerinnen wissen, was sie von
´Gios Visionen´ zu halten haben. Nämlich, dass sie nicht wert sind,
dass man sie sich auch nur zwei Minuten merkt!" Im Zusammenhang mit
den Ergebnissen der PISA-Studie sagte Laska, dass es mit einer
Ministerin, die selbst bei einfachen Multiplikationen zu seltsamen
Ergebnissen käme, äußerst schwierig sei, vernünftige Schulpolitik zu
betreiben. Kinder müssten in ihrer Gesamtpersönlichkeit erfasst
werden, ist Laska überzeugt. Es sei überaus wichtig für
Chancengleichheit in einem barrierefreien System zu sorgen. Dies
würden ganztägige Schulformen ermöglichen und zwar solche, bei denen
auch am Nachmittag für pädagogische Betreuung gesorgt sei.

Frauenstadträtin Sonja Wehsely zeigte sich stolz darüber, dass
aufgrund der Initiative Wiens ein bundesweites Anti-Stalking-Gesetz
beschlossen wurde. Sie sei besonders froh darüber, dass es aufgrund
des Wegweiserechts vor Abtreibungskliniken zu weniger Belästigungen
durch Abtreibungsgegner käme, so Wehsely, die das Recht der Frauen
auf ein selbst bestimmtes Leben besonders unterstrich.

Für Umweltstadträtin Ulli Sima ist Erhaltung des hohen Niveaus des
Umweltschutzes in Wien eine besondere Herausforderung der Zukunft.
Sie stehe für die Umsetzung des sehr ambitionierten, 1999
beschlossenen Klimaschutzprogramms. Sima erinnerte an die Initiative
"Freiwillig ohne Gentechnik", durch die es vermieden werde, dass in
Wien gentechnisch verändertes Saatgut verwendet würde.

Bürgermeister Michael Häupl bezeichnete es abschließend als sein
erklärtes Ziel, allen Menschen ein selbst bestimmtes Leben in
Freiheit und Demokratie zu ermöglichen. Dies gelte für Frauen, die
gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit erhalten sollen, ebenso wie
für sozial Schwache, Flüchtlinge, die bei uns Hilfe suchen, oder
Menschen mit besonderen Bedürfnissen.

SERVICE: Ein Foto von der Präsentation der SPÖ-Kandidatinnen zur
Wiener Gemeinderats- und Bezirksvertretungswahl wird auf
www.waehlenwirwien.at zum Download zur Verfügung gestellt. (Schluss)
ck

Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ-Wien
Tel.: ++43/ 01/ 53 427-704
mailto:[email protected]
http://www.wien.spoe.at

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