- 09.09.2005, 13:50:24
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Tumpel zu Grasser: PendlerInnen nicht auf Studien vertrösten
Rekord-Spritpreise: Grasser muss sofort Pendlerpauschale, Kilometergeld und Verkehrsabsetzbetrag erhöhen
Wien (OTS) - "Finanzminister Grasser schneidet kräftig mit, wenn
die Mineralölfirmen die Spritpreise auf immer neue Rekordhöhen
anheben", sagt AK Präsident Herbert Tumpel zur heutigen Ankündigung
des Ministers, er werde jetzt die Spritpreis-Erhöhungen in Österreich
untersuchen lassen. Deshalb müsse Grasser den PendlerInnen sofort die
Belastung durch die gestiegenen Spritpreise ausgleichen - statt sie
auf Studienergebnisse zu vertrösten. Tumpel fordert die Erhöhung des
Pendlerpauschales um 15 Prozent, das Kilometergeld soll auf 42 Cent
angehoben werden, und der seit 17 Jahren unveränderte
Verkersabsetzbetrag von 291 Euro muss endlich an die gestiegenen
Kosten angepasst werden. Das Geld dafür hat der Grasser: Ein einziger
Cent Spritpreis-Erhöhung bringt ihm zusätzlich 12,6 Millionen Euro
jährlich aus der Mehrwertsteuer. Und aus der Erhöhung der
Mineralölsteuer seit 1. Jänner 2004 hat Grasser bereits im ersten
Halbjahr 2005 um 100 Millionen mehr eingenommen.
Dass die Mineralölfirmen einen "Österreich-Zuschlag" verrechnen,
bevor auf den von ihnen gestalteten Netto-Preis die Steuern
draufkommen, ist hinlänglich bekannt, erinnert Tumpel den
Finanzminister: Die Netto-Spritpreise liegen in Österreich bereits
seit Jahren um 2 bis 3 Cent über dem EU-Durchschnitt. "Es freut mich,
dass sich Grasser jetzt damit beschäftigen will", sagt Tumpel, "da
gibt es aber auch die über 600.000 Auto-Pendlerinnen und Pendler in
Österreich, denen der Finanzminister durch Entlastungen sofort helfen
muss." Immerhin fahren diese PendlerInnen deshalb mit dem Auto zur
Arbeit, weil sie müssen: Entweder haben sie kein schnelles
öffentliches Verkehrsmittel zur Verfügung oder müssen flexibler
arbeiten, als die Fahrpläne sind.
Rückfragehinweis:
Peter Mitterhuber
AK Wien Kommunikation
tel.: (+43-1) 501 65-2347
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at
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