- 11.07.2005, 16:59:17
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FECRIS- Repräsentant unterstützte ethnische und religiöse Säuberungen in Serbien
Belgrad/Paris/Wien (OTS) - Europarat will einer Gruppe den
Beraterstatus einer NGO zuerkennen, deren serbischer Vertreter der
psychologische Berater des Kriegsverbrechers Milosevic während der
ethnischen Säuberung in Serbien war. In einer Beschwerde des European
Watch against Religious Cleansing (EWARC) wird ein ehemaliger
Mitarbeiter des Milosevic Regimes erneut der Volksverhetzung gegen
Religionen in Serbien beschuldigt.
Die heute eingereichte Beschwerde der European Commission against
Racism and Tolerance (ECRI) durch die EWARC enthüllt, dass der
serbische Repräsentant der European Federation of Centres of Research
and Information on Sectarianism (FECRIS) Experte unter dem
Kriegsverbrecher Milosevic in Serbien war. Seine Aufgabe war es, die
serbischen Soldaten für die "ethnische Säuberung" in Bosnien,
Kroation und im Kosovo zu indoktrinieren.
Diese neuesten Erkenntnisse erreichen den Europarat nur zwei Tage
vor seiner endgültigen Entscheidung über den beantragten
Beraterstatus der Organisation FECRIS.
Der ehemalige Oberst und Neuropsychiater Bratislav Petrovic ist
heute für FECRIS Aktivitäten in Serbien verantwortlich. Während des
Milosevic Regimes im ehemaligen Jugoslawien leitete er das Institut
für geistige Gesundheit und Militärische Psychologie der
Militärakademie in Belgrad. Von dieser Position aus spezialisierte
sich Petrovic auf die Auswahl und psychologische Vorbereitung der
Mitglieder von Milosevics Armee, bevor die Soldaten gegen die
albanischen Muslime marschierten.
Milosevic musste sich nach wie vor für seine Kriegsverbrechen vor
dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag verantworten.
Nach seiner Pensionierung repräsentiert Petrovic heute die Gruppe
FECRIS in Serbien und hat bei verschiedenen FECRIS Konferenzen
Vorträge gehalten.
Ausgerechnet am zehnten Jahrestag des Massakers in Srebrenica
(Serbien) wird heute die Beschwerde der ECRI eingereicht. Damals
wurden rund 8000 Muslime sinnlos dahingemordet. ECRI beschuldigt
Petrovic, aktiv daran mitgewirkt zu haben, den Hass und die Gewalt
gegen religiöse Minderheiten in Serbien zu fördern.
In der Beschwerde von EWARD wird das European Centre against
Racism and Intolerance aufgefordert FECRIS einer genauen Untersuchung
zu unterziehen. FECRIS selbst hat mittlerweile Beraterstatus im
Europarat beantragt, der von der parlamentarischen Versammlung des
Europarats trotz der 22 gerichtlichen Verurteilungen gegen FECRIS
Mitglieder und Individuen zunächst gewährt wurde. Unter diesen 22
Verurteilungen sind allein sieben gegen den FECRIS Präsidenten
Friedrich Griess, ergangen.
Das Komitee der Minister des Europarats wird über den Antrag von
FECRIS voraussichtlich am kommenden Mittwoch beraten und endgültig
entscheiden.
Petrovic hat Serbien gemeinsam mit dem Polizeichef Zoran Lukovic
bereist, um weitere Vorträge gegen religiöse Minderheiten zu
lancieren, die den Hass und die Intoleranz gegen bestimmte
Gruppierungen weiter fördern sollen, heißt es in dem Bericht.
Die Jugendinitiative für Menschenrechte in Serbien hat
mittlerweile ebenfalls Beschwerde gegen Lukovic eingereicht.
EWARCs Beschwerde enthält die Ergebnisse einer Untersuchung der
französischen Menschenrechtsanwältin Patricia Duval. Sie erklärte,
"Oberst Petrovic und Zoran Lukovic arbeiten gemeinsam an einer
Kampagne der Intoleranz gegenüber religiösen Minderheiten, die
gestoppt werden muss. Wir sind sehr besorgt darüber, dass die in
Frankreich sitzende Organisation FECRIS die volksverhetzenden und den
Hass schürenden Parolen des Kriegsverbrechers Milosovic durch die
Aktivitäten von Patrovic weiterhin mit verbreitet."
Bashy Quraishy, Präsident der Media Watch, hat den Bericht
ebenfalls erhalten und mit wachsender Sorge gelesen. "Eine
Gruppierung wie FECRIS, die aktiv gegen Minderheiten im Balkan
vorgeht und - wie es ausschaut - die Intentionen des Milosovic
Regimes quasi fortführt, muss definitiv von ECRI genauestens
untersucht werden. Bis die Vorwürfe ausgeräumt sind, darf FECRIS auf
keinen Fall eine NGO und damit Beraterstatus erhalten. NGOs haben die
Verpflichtung, ein Klima der Toleranz und des Pluralismus zu schaffen
und nicht, es zu zerstören."
Oberst Petrovic hat unterschiedlichste spirituelle Bewegungen
öffentlich angegriffen, darunter auch die Transzendentale Meditation.
Während einer FECRIS Konferenz letztes Jahr in Marseille forderte er
dazu auf, die hinduistische Bewegung Sanatan schließen zu lassen. Die
Gebäude der Sanatan-Gruppierung war durch einen nicht identifizierten
Angreifer mit Hilfe eines Molotow-Cocktails bis auf die Grundmauern
niedergebrannt worden. Das Humanitarian Law Center (HLC) und das
Helsinki Human Rights Committee haben die serbischen Behörden
aufgefordert, die Täter umgehend zu ermitteln. Trotz der Besorgnis
dieser Menschenrechtsorganisationen fuhr Petrovic ungerührt damit
fort, gegen die hinduistische Bewegung in zwei Medieninterviews zu
hetzen. Er beschuldigt Minderheiten grundsätzlich der "Lüge" und
behauptet, dass sie ihre Mitglieder bzw. "Opfer für antisoziale und
terroristische Anschläge" vorbereiten würden.
Für weitere Informationen: Patricia Duval, Menschenrechtsanwalt in
Paris, Telefon +33-1 436 700 28, Handy: +33 632 95 72 19.
Jugendinitiative für Menschenrechte in Belgrad, Miroslav Jankovic,
Menschenrechtsanwalt, Telefon +381-11 361 36 49, Handy: +381-64 171
14 97.
Rückfragehinweis:
FOREF-Forum Religionsfreiheit
Tel.: 0664 5238794
mailto:[email protected]
Websites: www.religionsfreiheit.at & www.religiousfreedom.info
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