- 11.03.2005, 12:04:18
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Transit-Arbeit
Wiedereingliederung langzeitbeschäftigungsloser Arbeitsuchender in den regulären Arbeitsmarkt
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Linz (OTS) -
Linz (OTS) - Das Arbeitsmarktservice Oberösterreich plant für 2005 in
Kooperation mit dem Land Oberösterreich 1100
langzeitbeschäftigungslose Erwachsene in sozialökonomischen Betrieben
und gemeinnützigen Beschäftigungsprojekten auf den freien
Arbeitsmarkt vorzubereiten. Die Re-Integrationsquote in den freien
Arbeitsmarkt liegt je nach Projekt (Zusammensetzung der Zielgruppe,
regionaler Arbeitsmarkt) zwischen 21 und 71 Prozent.
Ziel
Zu den wichtigsten Zielen des AMS OÖ zählen die Verhinderung und die
Beseitigung von Langzeitarbeitslosigkeit. Das AMS OÖ hat den Anteil
der Langzeitarbeitslosen an allen Arbeitslosen seit 1994 von 18,7 %
auf 0,4 % (2004) gesenkt. Der wichtigste Ansatz für diesen Erfolg ist
die aktive Betreuung aller Arbeitslosen ab dem ersten Tag der
Arbeitslosigkeit ('Early Intervention'). Sofortige, zumutbare
Vermittlungsvorschläge, marktorientierte Qualifizierungsangebote und
Beschäftigungsförderung helfen, die Vormerkdauer der Arbeitsuchenden
zu minimieren.
"Sozialökonomische Betriebe und Gemeinnützige Beschäftigungsprojekte
können eine wirksame Beschäftigungspolitik auf nationaler und
EU-Ebene aufgrund ihrer bescheidenen Größe nicht ersetzen",
konstatiert Landesgeschäftsführer Roman Obrovski. "Sie helfen jedoch,
einzelne Personen vor Langzeitarbeitslosigkeit und ihren Folgen zu
bewahren. Arbeitslose mit sozialen, psychischen oder physischen
Problemen können in diesen Strukturen stabilisiert, ihre
Beschäftigungsfähigkeit und ihre Lebensqualität können verbessert
werden. Es sind keine Dauer-, sondern Transitarbeitsplätze."
Umsetzung
Das AMS OÖ kooperiert zur Zeit mit zwölf Sozialökonomischen Betrieben
(SÖB) und neun Gemeinnützigen Beschäftigungsprojekten (GBP). Auf den
719 Transitarbeitsplätzen können über das gesamte Jahr 1100 Personen
arbeiten. Die Transitarbeitskräfte sollen durch den Erwerb von Grund-
und Zusatzqualifikationen sowie mithilfe einer sozialpädagogischen
Betreuung Einstiegsvoraussetzungen für den regulären Arbeitsmarkt
wiedererlangen. Sozialökonomische Betriebe bieten marktgängige
Produkte und Dienstleistungen an. Gemeinnützigen
Beschäftigungsprojekte sind primär auf Dienstleistungen für
gemeinnützige und öffentliche Einrichtungen spezialisiert.
Knapp 60 % der Transitarbeitskräfte verfügen nur über einen
Pflichtschulabschluss (diese und folgende Zahlen aus 2002). Das
Verhältnis von Frauen und Männern ist fast ausgeglichen (Männer: 51,5
%, Frauen: 48,5 %). Das Durchschnittsalter liegt bei 41,5 Jahren. Die
durchschnittliche Verweildauer in den Beschäftigungsbetrieben liegt
zwischen fünf und sechs Monaten.
Finanzierung
Die Kosten der Transitarbeit trägt zu zwei Dritteln das AMS OÖ, zu
einem Drittel das Land OÖ. Zum Teil werden Beschäftigungsbetriebe
auch vom Europäischen Sozialfonds (ESF) mitfinanziert. Die Betriebe
und Projekte erwirtschaften einen Deckungsbeitrag von mindestens 20 %
der Gesamtkosten. Ein Arbeitsplatz in einem Beschäftigungsbetrieb
kostet etwa Euro 2000 bis Euro 2100 pro Monat. Für 2005 hat das AMS
OÖ Euro 11,26 Mio. für SÖB und GBP budgetiert.
OTS0132 2005-03-11/12:04
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