• 19.01.2005, 11:36:57
  • /
  • OTS0111 OTW0111

Landauer: Ausbildungs-Notstand in den Wiener Gemeindespitälern

Hälfte der Spitäler haben keine Ausbildungsberechtigung

Wien (OTS) - Wien, 19.01.05 (fpd) - Das Wiener Gesundheitswesen
steht bei der Ausbildung der Turnusärzte vor einem Scherbenhaufen.
Aktuellen Informationen zu Folge hat die Ärztekammer der Hälfte der
Wiener Gemeindespitäler die Berechtigung für die Ausbildung zum Arzt
der Allgemeinmedizin entzogen. Laut einer internen Studie des KAV
(Krankenanstaltenverbund) werden zudem 77 Prozent der Turnusärzte
nicht von fertig ausgebildeten Ärzten geschult sondern lediglich von
Turnusärzten, machte FPÖ-Stadträtin Karin Landauer aufmerksam.

Gesundheitsstadträtin Brauner schweigt zu dieser Bankrotterklärung.
Der noch amtierende KAV-Generaldirektor Hauke scheint ebenfalls nicht
gewillt, einen Finger gegen den Ausbildungsnotstand zu rühren. Hier
zeigt sich einmal mehr, dass die SPÖ-Gesundheitspolitik und der KAV
Schuld an der Kostenexplosion des Wiener Gesundheitswesens sind. Die
schlecht oder teilweise gar nicht ausgebildeten Turnusärzte, die eine
Praxis für Allgemeinmedizin eröffnen, sind gegenüber ihren
Patientinnen und Patienten äußerst unsicher und in der Diagnose
bisweilen inferior. Sie schicken diese daher zum Facharzt, ins Spital
oder einfach unbehandelt nach Hause.

Der Ausbildungs-Notstand in den Spitälern der Stadt Wien erfordert
sofortige Gegenmaßnahmen. Gesundheitsstadträtin Brauner soll daher
bis spätestens Ende Jänner einen Turnusärzte-Gipfel im Wiener Rathaus
einberufen, fordert Landauer abschließend. (Schluss)eum

OTS0111    2005-01-19/11:36

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFW

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel