- 01.10.2004, 10:36:35
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Lapp verurteilt ÖVP-Attacke auf InvaliditätspensionistInnen
Wien (SK) Die bei der ÖVP-Klubklausur gerittene Attacke gegen
InvaliditätspensionistInnen und jene, die einen Antrag auf
Invaliditätspension stellen, verurteilt SPÖ-Behindertensprecherin
Christine Lapp. Wie Lapp Freitag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ
betonte, sei es natürlich so, dass das Pensionssystem kein starres
sei, sondern immer wieder angepasst werden müsse, es sei aber ein
"starkes Stück", jenen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr
in der Lage sind, ihre Arbeit zu verrichten, zu unterstellen, sie
seien arbeitsunwillig und würden sich zu Unrecht in die
Invaliditätspension verabschieden. ****
Tatsache sei, dass die gesundheitlichen Bedingungen in der
Arbeitswelt dazu führen, dass die Anzahl der Anträge auf
Invaliditätspension steigen - gleichzeitig würden von der steigenden
Zahl der Anträge nur 42 Prozent positiv erledigt. "Es geht hier nicht
um Müßiggänger, sondern um Menschen, die aufgrund ihres schlechten
gesundheitlichen Zustandes durch gesundheitsgefährdende
Arbeitsbedingungen nicht mehr arbeiten können und in Pension gehen
müssen", so Lapp.
Enttäuscht zeigte sich die SPÖ-Behindertensprecherin vom an sich sehr
geschätzten Bevölkerungsexperten Rainer Münz, der sich bei der
ÖVP-Klubklausur offensichtlich in den Dienst der ÖVP stelle. Lapp
appellierte abschließend an Münz, sich nicht zum Erfüllungsgehilfen
einer unsozialen Politik machen zu lassen. (Schluss) cs
OTS0077 2004-10-01/10:36
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