- 23.07.2004, 10:52:27
- /
- OTS0085 OTW0085
SP-Haider: Wer bis zum Umfallen arbeitet, wird auch noch verleumdet!
Jetzt will der Arbeitsminister auch noch bei den Invaliditätspensionen kürzen
Linz (OTS) - Die neoliberalen Attacken auf den Sozialstaat werden
immer dreister: Nach Finanzminister Grasser, der Feiertage abschaffen
und die Sonntagsarbeit einführen will, legt jetzt Arbeitsminister
Bartenstein ein Schäuferl nach. Er will die Invaliditätspension
"reformieren". Die steigende Zahl derer, die Anspruch auf
Invaliditätspension haben, ist ihm ein Dorn im Auge. Er zweifelt an,
dass wirklich so viele gesundheitlich so schlecht beisammen sind.
"Die Österreicherinnen und Österreicher bis zum Umfallen arbeiten zu
lassen, ihnen die Pensionen zu kürzen und sie dann auch noch als
Tachinierer hinzustellen, ist eine Verleumdung und Beleidigung der
Arbeitnehmer in diesem Land!", zeigt sich Oberösterreichs
SP-Landeschef Erich Haider empört über diesen neuen Versuch einer
Aushöhlung des Sozialstaats.
"Der arbeitnehmerfeindliche Kurs der Regierung, speziell gegen die
Schwerarbeiter, zeigt sich immer deutlicher", so Haider. "Erst will
man die Zahl der anerkannten Schwerarbeiter von Amts wegen auf fünf
Prozent begrenzen und jetzt will die Regierung auch noch bestimmen,
wer krank ist und wer nicht".
Bartenstein bezweifelt auch die Tatsache, dass ein Drittel der
Stahlarbeiter bei der Voest das 59. Lebensjahr nicht erlebt. "Er
hätte sich nur die seit langem vorliegenden Statistiken anschauen
müssen. Daraus geht eindeutig hervor, dass die Lebenserwartung von
Schwerarbeitern deutlich geringer ist, als die anderer Arbeitnehmer.
Während die ÖsterreicherInnen im Schnitt 78 Jahre alt werden, legen
Arbeitsmediziner diese Grenze bei Schwer- und Schichtarbeitern mit
nur 63 Jahren fest. Das ist alarmierend!", zeigt Haider auf.
"Traurig genug, dass der Arbeitsminister keine Ahnung davon hat, wie
die Arbeit in unseren Betrieben wirklich ausschaut. Noch trauriger
ist es, wenn er - statt sich ein Bild zu machen - mit seinen
unsozialen und unchristlichen Ansichten ebenso wie der Finanzminister
die ArbeitnehmerInnen tagtäglich neu beleidigt", schließt Erich
Haider. "Bevor die Österreicherinnen und Österreicher am Sonntag
arbeiten müssen, sollten sie - möglichst bald - einen Sonntag dazu
nützen, diese Sozialabbau-Regierung endlich abzuwählen".
OTS0085 2004-07-23/10:52
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS4






