- 22.04.2004, 09:06:31
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"Frisch-saftig-steirische Kinderäpfel" von Billa stammen aus Brasilien
Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) klagt Billa - im Auftrag des BMSGK - wegen irreführender Werbung und warnt Konsumenten.
Wien (OTS) - Speziell auf Kinder bzw. Eltern zielt die Werbung für
bei Billa erhältliche "Kinderäpfel". Maximal 7 cm gross und
"frisch-saftig-steirisch" sollen sie laut Verpackungsangaben sein.
Gezählte sechs Stück "Minis mit Biss" befinden sich in einem händisch
abgepackten Plastiksack zum stolzen Preis von 1,99 Euro. Tatsächlich
stammen die Äpfel aber nicht aus der grünen Mark, sondern - so ein
kleingedruckter Hinweis - aus Brasilien.
Schon vor einiger Zeit hatte Billa dem VKI zugesagt,
brasilianische Kinderäpfel aus dem Sortiment zu nehmen, weil eine
VKI-Untersuchung darauf Pestizidrückstände im vierfachen Ausmaß des
in der EU erlaubten Wertes nachgewiesen hatte.
Verbraucher sind gegenüber Schadstoffen in Lebensmitteln mit Recht
besonders sensibilisiert. Nun wird dem Konsument durch den bekannten
Slogan "Frisch-saftig-steirisch" glauben gemacht, er kaufe Äpfel aus
der Steiermark, die durch diverse Werbeaktionen gerade ein besonders
"gesundes" Image besitzen - und zudem nicht durch die halbe Welt
transportiert werden müssen.
Obst und Gemüse aus weiter Ferne weisen dagegen - wie
VKI-Untersuchungen immer wieder zeigen - eine erhöhte
Schadstoff-Belastung auf, die man gerade in Lebensmitteln speziell
für Kinder keinesfalls erwartet.
Der VKI klagte daher - im Auftrag des BMSGK - Billa und deren
Tochterfirma Delikatessa wegen irreführender Werbung und beantragte
eine einstweilige Verfügung, um das wettbewerbswidrige Verhalten so
schnell wie möglich zu unterbinden.
OTS0025 2004-04-22/09:06
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