• 20.04.2004, 10:39:07
  • /
  • OTS0068 OTW0068

Bartenstein: EU-Erweiterung bedeutet mehr Direktinvestitionen

Österreichs Investitionsvolumen hat seit 1995 in beiden Richtungen stark zugenommen - Jetzt neuer Schub erwartet - 3. Teil der BMWA-Serie zur EU-Erweiterung

Wien (BMWA-OTS) - "Österreichs Beitritt zur Europäischen Union hat
sich signifikant auf die Investitionstätigkeit ausgewirkt, und zwar
sowohl auf jene österreichischer Unternehmen im Ausland als auch in
der entgegen gesetzten Richtung. Ähnliches erwarte ich von der
unmittelbar bevorstehenden EU-Erweiterung, auch wenn jetzt schon viel
in den Beitrittsländern investiert wird", erklärt Wirtschafts- und
Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein zu einem weiteren
Wirtschaftsaspekt der EU-Erweiterung. ****

In der ersten Hälfte der 1990er Jahre betrug der durchschnittliche
Anteil der Direktinvestitionsströme am Bruttoinlandsprodukt (BIP)
etwas unter 0,7% (aktiv) bzw. 0,8% (passiv). Diese Werte haben sich
zwischen 1996 und 2002 auf 1,7% bzw. 2,1% erhöht, mit einem
Spitzenwert von 3,0 bzw. 4,6% im Jahr 2000. 1994 kamen rund 58% der
Direktinvestitionsströme nach Österreich aus der damaligen EU-12, im
Jahr 2000 waren es 81%. Bei den aktiven Direktinvestitionsströmen
gingen 1994 rund 34% in die EU, im Jahr 2000 lag der Anteil bei 50%.

In den letzten Jahren hat sich der Schwerpunkt des
österreichischen Investitionsinteresses jedoch bereits auf die
Beitrittsländer verlagert, investieren österreichische Unternehmen
überproportional in den Erweiterungsländern: Zwischen 1999 und 2002
haben sich die Investitionen mit einer Steigerung von 1 Milliarde auf
4,2 Milliarden Euro mehr als vervierfacht. 41% aller
Auslandsinvestitionen österreichischer Unternehmen entfallen auf die
neuen Mitgliedstaaten.

Insgesamt hatte Mitte 2003 der Bestand österreichischer
Investitionen in den benachbarten Beitrittsländern einen Wert von
16,6 Milliarden Euro. In der Wertung der einzelnen Länder liegt die
Tschechische Republik mit 3,7 Milliarden Euro an der Spitze vor
Ungarn (3,4 Milliarden Euro), der Slowakei und Polen (je rund 2
Milliarden Euro). Gemessen am Investitionsanteil ist Österreich in
Slowenien (32% des aus dem Ausland investierten Kapitals kommen aus
Österreich) und in Kroatien (29%) führender Investor. In der
Slowakei, in Ungarn und Tschechien belegt Österreich den dritten
Rang. Im gesamten Bereich der mittel- und osteuropäischen Länder ist
Österreich insgesamt fünftgrößter Investor (hinter Deutschland, den
USA, den Niederlanden und Frankreich). Vor allem bezogen auf die
Einwohnerzahl zählt es sowohl hinsichtlich des investierten Kapitals
als auch der Anzahl der Investitionen zu den wichtigsten Investoren
in Mittel- und Osteuropa.

Der wichtigste Bereich österreichischer Direktinvestitionen ist
nach wie vor der Finanzsektor. Bedeutende Investitionen gibt es auch
in den Sektoren Mineralölindustrie, Telekommunikation, Handel,
Transport und Tourismus.

"Mit dem EU-Beitritt wird sich die wirtschaftliche Verflechtung
noch enger entwickeln. Der Investitionsbedarf - vor allem im Umwelt-
und Infrastrukturbereich- zur Modernisierung der Unternehmen und ihre
Heranführung an EU-Standards öffnet österreichischen Unternehmen, die
gerade in diesen Bereichen einen Know-How-Vorsprung haben, enorme
Marktchancen", ist Bartenstein optimistisch für die weitere
Entwicklung der Investitionstätigkeit.

OTS0068    2004-04-20/10:39

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MWA

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel