• 29.01.2004, 10:37:00
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Influenza-Mittel nur noch eingeschränkt verschreibbar

Ärztekammer fordert "umgehende Rücknahme" der Hauptverband-Entscheidung - steigende Zahl von Influenza-Erkrankungen

Wien (OTS) - Die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) fordert den
Hauptverband der Sozialversicherungen am Donnerstag in einer
Aussendung auf, Einschränkungen zur Verschreibung von
Influenza-Medikamenten zurück zu nehmen. Diese Einschränkungen wurden
jüngst für sogenannte Neurominidase-Hemmer erlassen, die
Influenza-Erkrankungen effizient bekämpfen können und damit in der
Lage sind, Komplikationsraten drastisch zu senken. Demnach können die
gegen Influenza wirksamen Arzneimittel nur noch chronisch kranken
Risikopatienten auf Kassenkosten verschrieben werden. "Diese
Vorgangsweise wirft ein schlechtes Licht auf das Selbstverständnis
des Hauptverbandes, der offenbar nur noch eine Versorgung auf
niedrigem Niveau zulassen möchte", kritisierte ÖÄK-Präsident Dr.
Reiner Brettenthaler.

Der Leiter des Referats für Medikamentenangelegenheiten der ÖÄK
und Präsident der Ärztekammer für Oberösterreich, Dr. Otto Pjeta,
kritisierte diese Entscheidung des Hauptverbandes, da zur Zeit in
ganz Österreich stark ansteigende Erkrankungszahlen bei Influenza zu
verzeichnen seien. Alle, die kein besonderes Risiko hätten, wären
dadurch den Folgen und möglichen Komplikationen einer schweren
Influenza-Erkrankung unnötigerweise ausgesetzt. "Die Influenza führt
oftmals zu schweren Begleiterscheinungen und auch zu Komplikationen.
Sie belastet die gesamte Wirtschaft durch Arbeitsausfälle und
Krankenstände", sagte Pjeta. Er forderte abschließend die "umgehende
Revision" der Hauptverband-Entscheidung

OTS0081    2004-01-29/10:37

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