- 26.11.2003, 12:53:54
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FP-Stefan: „Entpolitisierung“ - Unter Kulturstadtrat Marboe hätte es Bestellung zum Intendanten Marboe nicht gegeben!
Wien, 2003-11-26 (fpd) – „Unter einem ÖVP-Kulturstadtrat Peter
Marboe hätte es die Bestellung eines jetzt nicht amtsführenden und
ehemaligen Kulturstadtrates Marboe als Intendant des Mozartjahres
2006 sicher nicht gegeben. Schließlich war dessen Amtszeit nach
eigener Darstellung von „Entpolitisierung“ der Kultur
gekennzeichnet“, sagte heute der freiheitliche Gemeinderat Mag.
Harald Stefan im Rahmen der Debatte des Wiener Gemeinderates. ****
Stefan wies darauf hin, dass es sich bei der Bestellung Marboes um
keinen normalen Vorgang gehandelt habe. So wurde der Geschäftszweig
der Vereinigten Bühnen Wien (VBW) GesmbH. kurzfristig um die
Intendanz des Mozartjahres 2006 erweitert. „Hätte man einen
Generalintendanten von vornherein gewollt, hätte man ihn früher
gefunden. Plötzlich wird jedoch ein Kulturausschuss einberufen, um
Marboe zum Intendanten zu bestellen, und das obwohl einschließlich
des Budgets bereits alle kulturpolitischen Entscheidungen über den
Verlauf des Mozartjahres von Hans Landesmann und Intendant Roland
Geyer getroffen wurden“, so der FP-Abgeordnete.
Ebenfalls sei es kurios, dass mit der überraschenden Schaffung des
Intendantenposten bei den VBW eine Tochtergesellschaft gegründet
worden sei, bei der deren Leiter den Geschäftsführern der
Muttergesellschaft vorstehe. Dies schaffe die Möglichkeit die
Unannehmlichkeit einer Ausschreibung zu umgehen. Dazu stellte Stefan
abschließend folgenden Vergleich auf: „Das ist das gleiche, wenn
eine Angestellte von Mondo Entscheidungen über den Rewe-Konzern
treffen kann“. (Schluss) lb
Rückfragehinweis: FP-Wien/4000 81798
OTS0211 2003-11-26/12:53
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