OTS0028 / 06.08.2003 / 09:27 / Channel: Politik / Aussender: nicht gefunden
Stichworte: Brauner / Gedenktag / Kommunales


Renate Brauner zum Gedenken an Opfer von Hiroshima und Nagasaki

Utl.: Grußbotschaft von Stadträtin Renate Brauner zum heurigen Gedenktag =


   Wien (OTS) - Zum 58. Mal jährt sich heuer der Abwurf der
Atombomben der Amerikaner auf Hiroshima und Nagasaki. Anlässlich des
Gedenktages am heutigen Mittwoch, dem 6. August, für die Opfer der
Atombombenabwürfe richtete die Wiener Frauen- und
Integrationsstadträtin Mag. Renate Brauner eine schriftliche
Grußbotschaft an die TeilnehmerInnen einer Veranstaltung der
Friedensbewegung.****
Zwtl.: Die Grußbotschaft im Wortlaut:
     "Bereits zum 58. Mal blicken die Menschen auf der ganzen Welt
nun auf eines der schrecklichsten Ereignisse in der Weltgeschichte
zurück - den erstmaligen Abwurf einer Atombombe auf die Städte
Hiroshima und Nagasaki.
    Auch wenn die Bomben, die in den heutigen Kriegen eingesetzt
werden, angeblich "ziviler" und "moderner" wurden, so richten sie
nach wie vor unsägliches Leid unter der be- und getroffenen
Zivilbevölkerung an. Umso geschockter kann man nur die Nachrichten
vernehmen, dass gerade die Militärausgaben weltweit wieder einen
Höchststand erreicht haben.
     Auch 58 Jahre nach dem ersten Atombombenabwurf fühlen wir alle
Entsetzen. Einer der positiven Aspekte dieses Entsetzens ist die
Tatsache, dass Sie sich heute hier versammelt haben, um eine
deutliche Botschaft in die ganze Welt zu entsenden: Wir in Wien und
Österreich sind solidarisch mit der Friedensbewegung. Unser größtes
Ziel und unser größter Auftrag muss es deshalb sein, die richtige
Lehre aus den tragischen Ereignissen des Jahres 1945 zu ziehen:
Nämlich alles in unserer Macht stehende zu tun, um sicherzustellen,
dass ein Atombombenabwurf, wie vor 58 Jahren in Hiroshima und
Nagasaki, nie mehr passieren wird.
     Konflikte gewaltsam und kriegerisch zu führen, kann nie eine
zufrieden stellende Lösung sein. Wir alle müssen jeden Tag unser
Bestes geben, um an einer weltumfassenden zivilen Gesellschaft zu
arbeiten. Denn eine gerechte Welt ist frei von Atomwaffen und frei
von Gewalt. Denn egal in welchem Bereich - Gewalt kann und darf nie
die Lösung sein, denn Gewalt erzeugt neue Gewalt.
     Global zu denken und lokal zu starten, steht ganz oben auf
unserer Liste für die kommenden Jahre. Also in kurzen Worten: "Nein
zum atomaren Wettrüsten", "Nein zu Atomversuchen" und "Nein zu
Gewalt".
     Deshalb ein ganz großes "Dankeschön" an die Friedensbewegung für
ihre unersetzliche Arbeit auf nationaler und internationaler Ebene.
Das große Engagement, die Beharrlichkeit und die Hartnäckigkeit, mit
der die Friedensbewegung eine atomwaffenfreie Welt anstrebt, sollte
für uns alle beispielgebend sein.
     Verfolgen wir auch in Zukunft unser gemeinsames Ziel, eine
atomwaffenfreie Welt zu schaffen. Denn bestehende Konflikte kann man
auf Dauer nur mit friedlichen Mitteln lösen. Auch wir PolitikerInnen
haben hier die gesellschaftliche Verantwortung, mit gutem Beispiel
und die entsprechenden Taten zu setzen. Aus all diesen Gründen dürfen
wir folgenden Grundsatz weder heute noch an irgendeinem anderen Tag
jemals vergessen: Nie wieder Krieg!"
     Weitere Informationen unter http://www.hiroshima.at/ (Schluss)
sl
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Rückfragehinweis:
   PID-Rathauskorrespondenz:
   http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
   Mag. Stefan Leeb
   Tel.: 4000/81 853, Handy: 0664/22 09 132
   les@gif.magwien.gv.at
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OTS0028    2003-08-06/09:27
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