• 15.05.2003, 13:23:28
  • /
  • OTS0203 OTW0203

Leitl gratuliert Tumpel-Gugerell zu Unterstützung des EU-Parlaments für EZB-Job

EZB braucht neuen Elan und mehr Entscheidungsfreude

Wien (PWK 299) - "Nach dem souveränen Auftritt, den
OeNB-Vizegouverneurin Gertrude Tumpel-Gugerell bei der Anhörung vor
dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europäischen Parlaments
absolviert hat, war die jetzige überwältigende Zustimmung der
EU-Abgeordneten für ihre Kandidatur als EZB-Direktorin praktisch eine
Formsache. Als Präsident der europäischen Wirtschaftskammern
EUROCHAMBRES und der Wirtschaftskammer Österreich möchte ich Frau
Tumpel-Gugerell herzlich gratulieren und ihr alles Gute für die neue
Position wünschen", sagt WKÖ-Präsident Christoph Leitl.

Angesichts der schwierigen Lage der europäischen Konjunktur habe
Tumpel-Gugerell eine "sehr spannende aber auch äußerst
verantwortungsvolle Aufgabe vor sich". Er, Leitl, hoffe, dass es
Tumpel-Gugerell gelingt, "neuen Elan und mehr
Entscheidungsfreudigkeit" in die EZB-Gremien" einzubringen.

"Ich mache kein Hehl daraus, dass die Entschlusskraft der EZB aus
Sicht der europäischen und der österreichischen Wirtschaft zu
wünschen übrig lässt. Wenn Europa in dieser schwierigen ökonomischen
Situation wieder auf den Pfad eines nachhaltigen Wirtschaftswachstums
kommen soll, sind strukturelle Reformen ebenso notwendig wie eine
aktive Geldpolitik", insistiert der WKÖ- und EUROCHAMBRES-Präsident.
"Die EZB hat angesichts sinkender Inflationsraten, des
vergleichsweise günstigen Ölpreises und der Aufwertung des Euro
ausreichend Handlungsspielraum für eine rasche und deutliche
Zinssenkung. Den sollte sie rasch nützen und die Zinsen um zumindest
einen halben Prozentpunkt zurücknehmen." Immerhin seien die
Euro-Leitzinsen doppelt so hoch wie in den USA und den
EU-Finanzministern aufgrund der Vorgaben des Wachstums- und
Stabilitätspakts in der Fiskalpolitik die Hände gebunden.

"Ein deutlicher Zinsschritt könnte angesichts des Anstiegs des
Euro-Kurses als eine Art ökonomisches Gegengewicht wirken", ergänzt
Markus Beyrer, Leiter der Stabsabteilung Wirtschaftspolitik der WKÖ:
"Auch wenn das Erstarken des Euro noch kein Grund zur Panik ist,
sollte die EZB schnell handeln, zumal geldpolitische Entscheidungen
erst mit einer Verspätung von zumindest sechs Monaten auf die
Realwirtschaft wirken."

"Ich bin mir sicher, dass Frau Tumpel-Gugerell ihre Sache als
EZB-Direktorin exzellent machen wird und biete eine gute
Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer Österreich und EUROCHAMBRES
an," so Leitl abschließend.

OTS0203    2003-05-15/13:23

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel