- 06.02.2003, 12:21:18
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FORMAT: Eurofighter-Gegengeschäfte drohen zu platzen
Geheimer Zwischenbericht dokumentiert, daß "bis dato kein Abschluß" getätigt wurde.
Wien (OTS) - Die groß angekündigten, milliardenschweren
Gegengeschäfte beim Ankauf neuer Eurofighter-Abfangjäger des
EADS-Konsortiums drohen zu platzen. Dies berichtet das
Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe.
Laut einem FORMAT vorliegenden Geheimbericht des
Wirtschaftsministeriums wurde bis 20. Jänner dieses Jahres kein
einziges Gegengeschäft unterzeichnet. In dem Papier heißt es: "Bis
dato kein Abschluß." Außerdem versucht EADS, Aufträge rückwirkend
schon ab 31. Oktober 2001 als Gegengeschäfte zu deklarieren.
Wirtschaftsminister Martin Bartenstein hatte bei
Vertragsunterzeichnung noch Kompensationsgeschäfte in der Höhe von
5,482 Milliarden Euro "als machbar" angesehen.
Wie FORMAT weiter berichtet, kam es laut dem Papier "bis dato zu
keiner Abstimmung bzw. Anerkennung der eingereichten Projekte". Als
bisher einzig konkrete Projekte sollen der Auftrag von
DaimlerChrysler an Magna Steyr zur Fertigung des Nachfolgers des Jeep
Grand Cherokee (454 Millionen) sowie der Airbus-Auftrag an die
oberösterreichische FACC (400 Millionen) als Gegengeschäfte
deklariert werden. EADS versucht laut FORMAT außerdem, die
Pönalezahlung bei Nichterfüllung der Gegengeschäfte nur auf den
reinen Wert der Flieger "ohne Logistik, Training und Finanzierung" zu
reduzieren.
Laut dem Magazinbericht kommt auch die vom Bundeskanzler
initiierte Plattform der Wirtschaft zum Ankauf von Abfangjägern nicht
vom Fleck: Der Plan, die Eurofighter durch ein privates Konsortium zu
finanzieren, dürfte ein frommer Wunsch bleiben.
Rückfragehinweis:
FORMAT-Innenpolitik
Hannes Reichmann
Tel.: 01 / 217 55-4188
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