- 24.10.2002, 09:42:55
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Leitl Unterstützt Schüssel bei Forderung nach Zinssenkung durch die EZB
Europäische Wirtschaftskammer steht hinter österreichischem Bundeskanzler - "Hoffnungen ruhen auf einem deutlichen Zinssignal"
Antwerpen (PWK765) - Zinssenkungen würden den derzeit umstrittenen
Euro-Stabilitätspakt unterstützen, weil wichtige Konjunkturimpulse
dann nicht mehr von den ohnedies überstrapazierten Budgets der EU,
sondern eben vom Kapitalmarkt kommen würden. So argumentiert der
europäische Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl, der bei der
Konferenz in Antwerpen für diese Haltung die einstimmige
Unterstützung der Plenarversammlung der europäischen
Wirtschaftskammern erhalten hat.
Die Hoffnung von 15 Millionen europäischen Unternehmungen mit weit
über 100 Millionen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ruhten auf einem
deutlichen Zinssignal der europäischen Zentralbank. Bei allem Respekt
für die Unabhängigkeit dieser Einrichtung lasse sich doch sagen, dass
selbst bei Berücksichtigung des von der EZB postulierten vorrangigen
Ziels der Geldwertstabilität in der jetzigen konjunkturellen
Situation eine Senkungssignal um 0,5 % absolut vertretbar, ja sogar
dringend notwendig ist. "Was Alan Greenspan mehrfach in den USA
möglich gewesen ist, nämlich Zinssenkungen zur Konjunkturbelebung
einzusetzen, das sollte doch auch Wim Duisenberg in Europa möglich
sein!", erklärt Leitl.
Österreich sollte diesbezügliche Vorschläge gerade als finanziell
stabiles Land einbringen. Es wäre dies auch eine gute Lösung gerade
für diejenigen Länder, die Konjunkturimpulse setzen sollten, aber
dies aus budgetären Gründen nicht mehr können (Deutschland,
Frankreich, Italien). "Damit könnte ein vernünftiger Ausweg aus einem
europäischen Dilemma gefunden werden", so WKÖ- und
Eurochambres-Präsident Leitl abschließend. (sr)
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