- 15.06.2002, 12:07:53
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Görg (3): Ich war einer von euch und werde immer einer von euch sein!=
Görg: Vorrangiges Ziel für die Wahl 2003: Bundeskanzleramt für die ÖVP verteidigen! Finz und sein junges neues Team bringen dafür alle Voraussetzungen mit
Wien, 15.06.2002 - In seiner Rede am 30. ordentlichen Landesparteitag
der Wiener ÖVP erklärte der scheidende Landesparteiobmann, dass sich
in seiner Obmannschaft Glück und Pech bei dem von ihm geschlagenen
Wahlen die Waage hielten. Die Gemeinderatswahl 2001, so Görg, sei von
vielen Faktoren außerhalb der Wiener Kommunalpolitik bestimmt worden.
Görg zitierte in diesem Zusammenhang den Obmann der
ÖVP-Parlamentsfraktion, Dr. Andreas Khol "Wir haben euch die Wiener
Wahl verhaut".
In seinen Gedanken für die Zukunft der Wiener ÖVP riet der scheidende
Parteiobmann seinen Parteifreunden einen Blick über die Grenzen - z.
B. in die Steiermark - zu tun. Dort sei mit dem
ÖVP-Wirtschaftslandesrat ein Neoliberaler im Amt, für den
"Wettbewerb" ein Wert ist, der mit aller Macht verteidigt werden
müsse. Dem gegenüber stehe der Klubobmann der steirischen ÖVP, für
den "Wettbewerb" nicht das einzige Ziel sein kann. Diese Diskussionen
würden aber so geführt, dass sie der Weg zum Erfolg der steirischen
ÖVP wurden.
Görg setzte sich in seiner Rede dann mit den Begriffen liberal und
konservativ auseinander. "Auch liberal zu sein darf in der ÖVP kein
Schimpfwort sein, eine wichtige Eigenschaft der Konservativen ist
ihre Toleranz", so Görg. Die ÖVP der Zukunft müsse konservative und
liberale Grundzüge haben - aber dies bedeute keinesfalls, konturlos
zu sein.
Bei der Nationalratswahl 2003 sieht Görg es als vorrangiges Ziel an,
das Bundeskanzleramt für die ÖVP zu verteidigen und die
Markführerschaft der Volkspartei auf Bundesebene zu erreichen oder
ihr möglichst nahe zu kommen. Görg begrüßte in diesem Zusammenhang
den Wechsel in der Funktion des Wiener Landesparteiobmannes zu Finz,
da dieser alle Voraussetzungen mitbringe, dieses große Ziel zu
erreichen. Die Leistungen der Bundesregierung stehen bei den nächsten
Nationalratswahlen auf dem Prüfstand und Finz ist ein Repräsentant
dieser guten Leistungen", so Görg. Finz ginge auch in der Arbeit in
der Bundesregierung immer einen "Extraschritt" weiter - wo andere oft
aufhörten, fange Finz erst an. "Und er hat ein junges neues Team an
seiner Seite um dieses Ziel zu erreichen.
Görg betonte aber, dass es nicht genüge, sich auf Finz zu verlassen.
Gefragt sei der 150%ige Einsatz aller in der ÖVP, damit die
Schreckensvorstellung eines Alfred Gusenbauer als Kanzler der
Republik nicht real werde. "Der ehemalige SPÖ-Bundeskanzler Klima ist
nach Argentinien gegangen und genießt hier das Leben der oberen
Zehntausend, wie es sich für einen Schwechater Sozialisten geziemt.
Nun geht es darum, dafür zu sorgen, dass Gusenbauers innigster Wunsch
erfüllt wird, nämlich in seine Lieblingsstadt Moskau zu gehen", so
Görg.
Mit den Worten "Ich war einer von euch und werde immer einer von euch
sein" schloss Görg sein Referat vor dem 30. ordentlichen
Landesparteitag der Wiener ÖVP und wurde mit stehenden Applaus
verabschiedet.
(Forts.)
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