- 02.05.2002, 12:36:45
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Haidlmayr: Rehabilitationsleistungen für Behinderte gefährdet
Valorisierung des Pflegegeldes darf nicht einziger Schritt bleiben
OTS (Wien) - Die bei der Reform der Bundessozialämter geplante
Übernahme der sozialen Rehabilitation durch die Länder gefährde deren
Qualität und ist daher abzulehnen, kritisiert die
Behindertensprecherin der Grünen, Theresia Haidlmayr.
"Die soziale Rehabilitation ist für behinderte Menschen ebenso
wichtig ist wie die medizinische. Sie wird von den Ländern nach
Sozialhilferichtsätzen und abhängig von Einkommen und Vermögen
gewährt werden, was in der Folge eine Verschlechterung zum jetzigen
Zustand darstellen wird," erklärt Haidlmayr.
Darüber hinaus fordert Haidlmayr von der Regierung ein einheitliches
Rehabilitationskonzept, wonach medizinische, soziale und berufliche
Rehabilitation unabhängig von der Ursache der Behinderung allen
Betroffenen gewährt werden müsse. "Eine Trennung der Bereiche
gefährdet eine effiziente und an den Bedürfnissen der Betroffenen
angepasste Rehabilitation", gibt Haidlmayr zu Bedenken.
Die von Bundesminister Haupt in den letzten Tagen angekündigte
Valorisierung des Pflegegeldes wird von Haidlmayr begrüßt.
Die Inflationsangleichung darf jedoch nicht der einzige Schritt
bleiben. Haidlmayr fordert Minister Haupt erneut auf, die Kürzung des
Taschengeldes bei Heimaufenthalt sowie die Kürzung der Stufe 1
zurückzunehmen.
Die Vorschläge von Ärztekammerpräsident Pjeta nach einer Änderung der
‚inhaltlichen Voraussetzung‘ des Pflegegeldes lehnt die Grüne
Behindertensprecherin vehement ab. "Die von Präsident Pjeta
gewünschte Verwendung des Pflegegeldes für medizinische
Hauskrankenpflege widerspricht den Intentionen des Pflegegeldes. Die
notwendige Aufwertung des extramuralen Bereiches darf nicht zu Lasten
des Pflegegeldes gehen", so Haidlmayr abschließend.
Rückfragehinweis: Pressebüro der Grünen im Parlament
Tel.: (++43-1) 40110-6697
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