- 02.05.2002, 11:05:00
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Kahlschlag bei Postämtern löst Bestürzung aus
NÖ Pensionistenverband: Enorme Erschwernis für ältere Menschen
St. Pölten, (SPI) - Ratlos mussten in den letzten Tagen viele ältere
Menschen in den niederösterreichischen Gemeinden zur Kenntnis nehmen,
dass es ihr Postamt nicht mehr gibt. Die meisten dieser Ämter sind
Ende April geschlossen worden, der Rest wird dem Kahlschlag der
Regierung demnächst zum Opfer fallen. Das hat, wie der NÖ
Pensionistenverband feststellt, enorme Erschwernisse für ältere
Menschen zur Folge. Sein Landesvorsitzender Dr. Alfred Zupancic: "Die
Rechnung, dass überall etwa Labensmittelgeschäfte den Postdienst
übernehmen könnten, ist nämlich nicht aufgegangen, was bei der
unzulänglichen Nahversorgung kein Wunder ist. Und ältere, oft
gehbehinderte Menschen auf das Postamt in der nächsten Stadt zu
verweisen, ist eine eklatante Missachtung ihrer Situation".****
Die Stillegung von 226 Postämter, die Auflassung von 37
Gendarmerieposten und die Stillegung von 14 Bezirksgerichten stellt,
wie der NÖ Pensionistenverband betont, außerdem die Existenz des
ländlichen Raumes in Frage. Die Gefahr, dass er, was seine
infrastrukturellen Einrichtungen betrifft, zu einer Art "Sahel-Zone"
werden könnte, ist nicht mehr vorn der Hand zu weisen. Und das unter
Duldung einer Partei, die in Niederösterreich vorgibt, die Interessen
vor allem der Landbevölkerung zu vertreten.
(Schluss) fa
Rückfragehinweis: NÖ Pensionistenverband
Prof. Ernst Zipperer
Tel.: 01/31372-43
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