• 10.12.2001, 14:48:16
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ÖBB: Lückenschluss von der Ostsee bis zur Adria- BILD (web)

Elektrifizierung des Streckenabschnittes Summerau - Staatsgrenze Tschechische Republik ist abgeschlossen

Wien (OTS) - Die Elektrifizierung des Teilabschnittes zwischen
Summerau und Staatsgrenze ist erfolgreich abgeschlossen. Künftig wird
der internationale Bahnverkehr, der zum Teil über unterschiedliche
Traktionsstromsysteme verfügt, mit Hilfe einer modernen
Systemtrennstelle hergestellt. Die Gesamtkosten für die
Elektrifizierung betragen ATS 12 Mio. Mit der Inbetriebnahme des
elektrifizierten Teilabschnittes Summerau - Staatsgrenze können
Personen und Güter - über Prag und Linz - durchgehend,
umweltfreundlich und effizient mit elektrischer Energie befördert
werden. "Dieses Projekt verbindet Österreich mit wichtigen
europäischen Ländern. Es ist aber auch ein Beispiel für die gute
Zusammenarbeit zwischen den ÖBB und den Partnerbahnen in Europa",
verweist ÖBB-Generaldirektor Stellvertreter Helmut Hainitz auf die
internationale Bedeutung des Lückenschlusses.****

Ein Blick zurück

Ein Blick zurück in der Geschichte des Mühlviertels und der des
südböhmischen Nachbarn zeigt dem Betrachter eine Vielfalt an
interessanten Einblicken in eine längst vergangene Zeit des
Eisenbahnwesens. Seit Jahrhunderten bestand unter den Ländern an der
Donau und Moldau bis hinauf in den hohen Norden ein reger
Warenverkehr. Der Transport der Waren, wie der des Salzes ("weißen
Goldes"), geschah zu dieser Zeit auf Pferdefuhrwerken. Um den
Frachtverkehr effizienter und somit auch schneller zu gestalten, kam
es Anfang des 19. Jahrhunderts zur Planung und Verwirklichung der
Pferdeeisenbahn zwischen Budweis und Linz.

Am 1. August 1832 konnten ihre geistigen Väter Franz Anton Ritter
von Gerstner und Matthias Schönerer diese Eisenbahnverbindung dem
Betrieb übergeben. Mit der Umstellung auf Dampf endete die Ära der
Pferdeeisenbahn im Jahre 1872.

Nach einer vierjährigen Bauzeit in der die 67 Kilometer lange
Bahnstrecke von Linz bis Summerau elektrifiziert wurde, konnte im
Jahre 1975 der Betrieb mit Elektrolokomotiven aufgenommen werden.

Mit Blick in die Zukunft

Alle Prognosen beweisen, die tragende Rolle spielt in Zukunft der
grenzüberschreitende Güter- und Reiseverkehr. Am Beginn der Zukunft
steht auch im Falle Summerau eine hochmoderne Technologie. Das
fertiggestellte Teilstück wird - wie alle anderen elektrifizierten
Strecken in Oberösterreich, Salzburg und der Weststeiermark - zentral
durch die Regionale Leitstelle in Attnang/Puchheim überwacht und
gesteuert. Sämtliche Schaltsequenzen erfolgen automatisiert, deren
Durchführung wird mit einer Schaltbestätigung an die Regionale
Leitstelle rückgemeldet.

Da beiden Bahnen über ein unterschiedliches Stromsystem (ÖBB: 15
kV/16 2/3 Hz;

CD: 25 kV/50 Hz) verfügen, wurde an der Grenze mit Blick auf die
Erweiterung der Europäischen Union und auf die künftige
Liberalisierung des internationalen Schienenverkehrs eine moderne
Systemtrennstelle eingerichtet.

Werden gegenwärtig die Züge der Tschechischen Eisenbahnen (CD) von
dieselbetriebenen Lokomotiven bis ins cirka drei Kilometer südlich
der Grenze gelegene Summerau gezogen, wo ein Lokwechsel stattfindet,
so können künftig moderne Zweisystemlokomotiven, wie die ÖBB-Lok
"Taurus" der Baureihe 1116 auch während der Fahrt auf das andere
Stromsystem umschalten. Damit wird der zeitaufwändige Lokwechsel in
Zukunft überflüssig. Auch die CD werden ab Anfang 2002 über eigene
Mehrfrequenzlokomotiven verfügen.

Eine stetige Verbesserung der Angebote wie, Fahrzeitverkürzung,
durchgehende Zugverbindungen, hochwertiges Wagenmaterial, sowie das
Vertrauen in moderne und zukunftsweisende Systeme sind Garantien,
welche die Schiene gegenüber der Straße noch attraktiver machen wird.

Bild(er) zu dieser Meldung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis: ÖBB Kommunikation OÖ
Telefon ++430732 93000 3120
Telefax ++430732 93000 3129

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