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Missbrauch von Notrufnummern ist strafbar!

Wien (OTS) - Das Mobiltelefon wird auch dieses Jahr eines der beliebtesten Geschenke unter dem Weihnachtsbaum sein.

"Leider müssen wir jedes Jahr um die Weihnachtszeit feststellen, dass es zu den Feiertagen verstärkt zu einem Missbrauch der Notrufnummern kommt", so Bernhard Jany, Sprecher des Österreichischen Roten Kreuzes.

In vielen Mobiltelefonen sind die Notrufnummern bereits gespeichert. Sie sind auch anwählbar, wenn die Telefonnummer des Besitzers noch nicht freigeschalten ist. Dies ist für so manchen Handy-Besitzer so verlockend, dass diese Nummern auch gleich ausprobiert werden. Damit hat man bereits einen Notruf abgesetzt und sich strafbar gemacht.

"Noch schlimmer ist es, bewusst einen Notarztwagen zu einem fiktiven Unfall zu schicken. Das hat nichts mehr mit Jux und Tollerei zu tun. So etwas ist gemeingefährlich und schwachsinnig. Da das Fahrzeug nicht mehr zur Verfügung steht, kann das Leben von Menschen in höchster Gefahr sein", so Jany weiter.

Auch der Gesetzgeber sieht bei der mutwilligen oder missbräuchlichen Alarmierung des Rettungsdienstes entsprechende Bestimmungen vor. "Nach dem sogenannten Notzeichengesetz ist mit einer Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder mit einer Geldstrafe bis zu 360 Tagsätzen zu bestrafen, wer durch eine falsche Notmeldung vorsätzlich den Dienst der Rettung in Anspruch nimmt. Diese Strafe würde dann auch im Strafregister aufscheinen", erklärt Jany.
Darüber hinaus enthalten alle neun Landesrettungsgesetze in den Bundesländern entsprechende Verwaltungsbestimmungen. Und auch hier kann die Freiheitsstrafe bei erschwerenden Umständen zusätzlich zu einer Geldstrafe verhängt werden.

"Auch über die Feiertage sind in 429 Dienststellen Österreichs Rotkreuz-Mitarbeiter rund um die Uhr für Menschen in Not im Einsatz. Ich möchte nochmals an die Vernunft appellieren - unterlassen Sie eine missbräuchliche Alarmierung des Rettungsdienstes", so Jany.

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