- 19.06.1998, 13:23:53
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VKI-Test Knacker: Keine objektiven Kriterien, was verdorben ist
Ziel des Tests war offensichlich, Separatorenfleisch zu dämonisieren
Wien (PWK) - Der Verband der Fleischwarenindustrie kritisiert den
jüngsten VKI-Test von Knackern und Würstel, wonach 40 Prozent der
Ware in den Supermärkten verdorben ist. "Die Einstufung als
"verdorben" ist das Ergebnis einer überwiegend subjektiven
Beurteilung. Es gibt dafür keine einheitlichen Keimzahlen, ab denen
ein Produkt als verdorben einzustufen ist. Daher ist es eine
Ermessensfrage des Untersuchers", stellt Ernest Pollak, Vorsitzender
des Verbandes der Fleischwarenindustrie, in einer Aussendung der
Wirtschaftskammer Österreich fest. ****
Offensichtlich sollte der Test lediglich dazu dienen, Knacker und
Frankfurter in Zusammenhang mit dem Einsatz von Separatorenfleisch zu
bringen. "Dieser Versuch ist jedoch kläglich gescheitert", so Pollak.
Keine der untersuchten Würste hat Separatorenfleisch enthalten.
Abgesehen davon ist die Beschreibung, daß Separatorenfleisch "durch
Auspressen des fleischanhaftenden Knochens" gewonnen wird, sachlich
völlig falsch. Tatsache ist, daß bei Hartseparatorenfleisch durch
Druck das Fleisch vom Knochen getrennt wird. Weichseparatorenfleisch
- das offensichtlich ebenfalls dämonisiert werden soll - wird
lediglich maschinell entsehnt. Man erhält dadurch hochwertiges
Fleisch auf der einen und den Sehnenanteil auf der anderen Seite.
"Eine Gleichstellung zwischen Hart- und Weichseparatorenfleisch ist
fachlich völlig unzulässig, da es zwei völlig verschiedene Dinge
sind. Im Gegenteil, entsehntes Fleisch ist qualitativ deutlich
hochwertiger als gewachsenes Fleisch. Das wissen auch die
Konsumentenschützer", schloß Pollak.
(Schluß) MH
Rückfragehinweis: Verband der Fleischwarenindustrie
Tel: 01-7122121/51
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