Auflösung des Intendantenvertrages von Dr. Ursula Pasterk, Einvernehmliche Lösung vom Kuratorium beschlossen, Wiener Festwochen zahlen statt 8 Millionen nur 1,5 Millionen

Wien (OTS) - Schilling, Rücktrittserklärung von Frau Dr. Pasterk als Festwochen-Präsidentin =

Die Auflösung des Intendantenvertrages von Dr. Ursula
Pasterk war Gegenstand der heutigen Kuratoriumssitzung des Vereins Wiener Festwochen. Den anwesenden Mitgliedern wurde vom Anwalt der Wiener Festwochen Dr. Gustav Teicht die rechtliche Beurteilung der Situation und ein sich daraus ergebender Lösungsvorschlag zur Abstimmung vorgelegt.

Der Intendantenvertrag mit Frau Dr. Pasterk ist 1984 vom damaligen Kulturstadtrat und Präsidenten der Wiener Festwochen Franz Mrkvicka nach Anhörung durch das Kuratorium abgeschlossen worden. Als Kulturstadtrat und Präsident der Wiener Festwochen hat Franz Mrkvicka auch die Karenzregelung von 1987, als Dr. Pasterk zur Kulturstadträtin bestellt wurde, genehmigt und den zuständigen Gremien der Wiener Festwochen zur Kenntnis gebracht (Sitzung Kuratorium und Mitgliederversammlung am 18.12.1987). Die Karenzregelung sah eine Beurlaubung auf Amtsdauer ohne Bezüge vor. Nach ihrem Ausscheiden aus der Stadtregierung wurde die Karenzierung automatisch - ohne Zutun der Wiener Festwochen oder von Frau Dr. Pasterk - aufgehoben. Dadurch ist seit dem 1.12.1996 Frau Dr. Pasterk wieder Dienstnehmerin des Vereins Wiener Festwochen mit vertragsmäßigem Gehaltsbezug. Ihr Intendantenvertrag läuft bis 31.10.2001.

Zur Beendigung des dienstrechtlichen Verhältnisses wurde nun folgende einvernehmliche Lösung ausgehandelt: Zur Abfindung ihres Anspruches aus ihrem Dienstvertrag, nämlich Zahlung des Bruttobetrages von ca. 8 Millionen zuzüglich der weiteren Dienstgeberbelastungen (insgesamt rund 9 Millionen), erhält Frau Dr. Pasterk den Betrag von 1,5 Millionen Schilling netto ausbezahlt. Als Abfertigung wird Frau Dr. Pasterk vertragsgemäß 3 Monatsbezüge erhalten. Frau Dr. Pasterk verzichtet gleichzeitig auf den ihr nach dem Dienstvertrag zustehenden Anspruch auf Ruhegenuß gegenüber dem Verein Wiener Festwochen.

Das Kuratorium hat die Auflösung des Intendantenvertrages von Frau Dr. Pasterk per 28. Februar 1997 im Interesse der Wiener Festwochen beschlossen. Ausdrücklich wurden die großen Verdienste von Frau Dr. Pasterk um die Wiener Festwochen gewürdigt, wo sie von 1984 bis 1987 Intendantin war und von 1987 bis 1991 als ehrenamtliche Präsidentin unentgeltlich auch die Geschäfte des Intendanten geführt hatte. Es wurde betont, daß ihre Ansprüche berechtigt sind und positiv angemerkt, daß Frau Dr. Pasterk auf einen Großteil ihrer Ansprüche verzichtet.

Nach der überraschenden Rücktrittserklärung von Frau Dr. Pasterk als Festwochen-Präsidentin wird eine Statuten- und Strukturreform beim Verein Wiener Festwochen angestrebt. Die Präsidenten-Nachfolge soll möglichst rasch geklärt werden.

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Vizepräsident Wiener Festwochen
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