Österreich braucht Forschung - BILD
Spitzenforschung bringt internationalen Erfolg und stärkt Wettbewerbsfähigkeit des Landes
Wien (OTS) - Heinz W. Engl, Rektor der Universität Wien, Helmut
Denk, Präsident der ÖAW, und Thomas A. Henzinger, Präsident des IST
Austria, sind sich einig: Österreich braucht Spitzenforschung, um
wissenschaftlich und wirtschaftlich erfolgreich zu bleiben! Denn
hochwertige Arbeitsplätze entstehen dort, wo exzellent geforscht
wird. In einer Diskussion mit Wissenschafts- und Forschungsminister
Karlheinz Töchterle sowie erfolgreichen ERC Grant-PreisträgerInnen
setzten sie heute gemeinsam einen neuen Akzent in der
hochschulpolitischen Debatte.
Die Förderung von exzellenter Grundlagenforschung im eigenen Land
ist eine wichtige Voraussetzung, um auch in der europäischen
Forschungslandschaft eine Rolle zu spielen. Die Universität Wien, die
ÖAW und das IST Austria haben diese Herausforderung bereits
erfolgreich angenommen und sehen ihre Forschung als internationale
Herausforderung. Exzellente WissenschafterInnen aller drei
Institutionen haben in den vergangenen Jahren erfolgreich hoch
kompetitive ERC Grants eingeworben: die Universität Wien 17, die ÖAW
13 und das IST Austria acht. Ihre Projekte werden mit bis zu 2,5
Millionen Euro gefördert, teilweise sogar mit bis zu 3,5 Millionen
Euro für jeweils fünf Jahre.
Spitzenforschung in Österreich gelingt, wenn die richtigen Weichen
gestellt werden
Starke Forschungsstrukturen vor Ort sind die Voraussetzung für die
erfolgreiche Einwerbung der EU-Fördermittel. Mit den oben genannten,
insgesamt 38 ERC Grants leistet Österreich Spitzenforschung und ist
Teil der europäischen Forschungselite. Damit auch weiterhin
internationale Drittmittel eingeworben werden, sind eine
kontinuierliche Grundfinanzierung der Forschung und die Förderung von
Exzellenz in Österreich notwendig. "Die ERC Grants sind die Spitze
des Eisberges; um solche Top-Förderungen zu erreichen, braucht man
eine solide, kompetitive Grundfinanzierung der Forschung an den
Universitäten, darüber hinaus benötigen wir einen gestärkten FWF
(Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung) bis hin zu
einer Exzellenzinitiative", so Rektor Heinz W. Engl im Rahmen der
heutigen Podiumsdiskussion, an der ÖAW-Präsident Helmut Denk, IST
Austria-Präsident Thomas A. Henzinger und Wissenschafts- und
Forschungsminister Karlheinz Töchterle teilnahmen. Bundesminister
Töchterle verwies darauf, dass für eine gesonderte
Exzellenzinitiative bisher noch keine zusätzlichen Mittel aufgestellt
werden konnten: "Ich werde mich bemühen, hier etwas zu bewegen."
Weiters betonte der Minister die Erfolge heimischer
WissenschafterInnen im derzeit laufenden 7.
EU-Forschungsrahmenprogramm: Die Rückflussquote Österreichs liegt bei
128 Prozent.
Erfolgreiche ERC Grant PreisträgerInnen berichten
Die Mathematikerin Goulnara Arzhantseva und der Quantenphysiker
Anton Zeilinger von der Universität Wien, der Teilchenphysiker
Eberhard Widmann sowie die Historikerin und Slawistin Pavlína
Rychterová von der ÖAW sowie der Neurobiologe Peter Jonas und die
Biologin Sylvia Cremer vom IST Austria haben ERC Grants eingeworben -
und zwar erfolgreich. Im Rahmen der Veranstaltung an der Universität
Wien zeigten sie auf, wie sehr sie, ihre Teams und die jeweiligen
Fachbereiche von der Förderung durch den European Research Council
(ERC) profitiert haben.
Die Vergabe der ERC-Grants ist Teil der Strategie der Europäischen
Union zur Stärkung des europäischen Forschungsraums im Vergleich zum
amerikanischen und asiatischen Wirtschaftsraum. Die Förderung von
grundlagenorientierter Pionierforschung ist einer der Schwerpunkte
der Europäischen Union. Dafür wurde der Europäische Forschungsrat
(European Research Council, ERC) geschaffen. Die ERC Grants sind die
wichtigsten europäischen Forschungspreise und unterstützen Projekte
mit hohem Potenzial für Innovationen.
Universität Wien
Die Universität Wien ist die größte Forschungseinrichtung
Österreichs. Ihre Forschungstätigkeit ist in erster Linie dem
Erkenntnisgewinn in der Wissenschaft verpflichtet und zeichnet sich
durch anwendungsoffene Grundlagenforschung und Interdisziplinarität
aus. Der Garant für die Forschungs- und Lehrleistungen der
Universität Wien sind die rund 6.700 WissenschafterInnen innerhalb
der 15 Fakultäten und drei Zentren. Sie tragen entscheidend zur
Prägung des Profils von Österreichs größter Universität in Forschung
und Lehre bei.
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Die Österreichische Akademie der Wissenschaften ist die führende
Trägerin außeruniversitärer akademischer Forschung in Österreich.
Mehr als 1.100 MitarbeiterInnen führen vielfältige Vorhaben durch.
Hochqualifizierte ForscherInnen aus dem In- und Ausland zählen zu den
Mitgliedern der ÖAW, die damit über die Trägereinrichtung hinaus eine
"Gesellschaft" von höchster Fachkompetenz bilden.
IST Austria
Das Institute of Science and Technology Austria ist eine neue
Forschungseinrichtung, die sich der Grundlagenforschung in den
Naturwissenschaften und der Mathematik verschrieben hat. Das Institut
bekennt sich zu interdisziplinärer, unabhängiger und langfristiger
Forschung höchster Qualität. Bis 2016 werden dort bis zu 500
WissenschafterInnen und Doktoratsstudierende in internationaler
Atmosphäre forschen.
Öffentlichkeitsarbeit und
Veranstaltungsmanagement
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