- 10.05.2012, 09:01:52
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10. Coface Country Risk Conference: Top-Experten diskutieren in Wien über Innovation, Integration und Investment - BILD

Wien (OTS) - Unter dem Titel "Triple i - Die Lösung der Zukunft?
Innovation - Integration - Investment" fand gestern in Wien die 10.
Country Risk Conference des internationalen Kreditversicherers Coface
statt. Über 400 Unternehmer und Opinion Leader trafen dort auf eine
hochkarätige Experten-Runde aus Politik und Wirtschaft.
Peter Bofinger, Mitglied im Rat der Wirtschaftsweisen, der
Business Strategist und Buchautor Rowan Gibson sowie
Integrations-Staatssekretär Sebastian Kurz sind nur einige der
namhaften Experten, die der Einladung des internationalen
Kreditversicherers gefolgt waren und sich im Jubiläumsjahr der Coface
Country Risk Conference am 9. Mai im Palais Niederösterreich mit der
wirtschaftlichen Relevanz des "Triple i" - Innovation, Integration
und Investment - befassten.
Die Konferenz, die bereits zum zehnten Mal stattfand, stand heuer
unter der Schirmherrschaft von Bundesminister Reinhold Mitterlehner
und wurde - wie bereits im Vorjahr - von ORF-Anchorman Armin Wolf
moderiert. Eröffnet wurde die Jubiläumskonferenz von Katarzyna
Kompowska, Coface Plattform Managerin CEE und Oliver Krupitza, dem
Country Manager von Coface Austria. Krupitza fordert in seiner
Eröffnungsrede mehr Nachhaltigkeit im wirtschaftlichen Denken:
"Innovation, Integration und Investment sind wichtige
Voraussetzungen, um den Wohlstand und den sozialen Frieden in
Österreich und Europa zu sichern."
Christian Berger, Vorstandsmitglied von Coface Austria & Central
Europe, präsentierte zum thematischen Einstieg einen Überblick über
die Entwicklung der weltweiten Länder-Risiken. Dabei wies er darauf
hin, dass sich das Wirtschaftswachstum von Industrie- und
Schwellenländern zunehmend entkoppelt: "Inzwischen wachsen die
sogenannten Schwellenländer bis zu fünf Mal so stark wie die
Industrienationen." Besonders deutlich zeige sich das in der
Eurozone, für die im Jahr 2012 ein Wirtschaftsrückgang um -0,3%
erwartet werde. "Das ist vor allem auf die wirtschaftliche Situation
in Südeuropa zurückzuführen, wo sich mangelnde Innovationskraft und
fehlende Investitionen nun rächen."
Innovation: Wichtiger Wachstumsmotor
Anschließend sprach Business Strategist und Buchautor Rowan Gibson
in seinem englischen Vortrag "Winning in the Innovation Economy" über
die wirtschaftliche Bedeutung von Innovation. Gibson zeigte sich
überzeugt, dass Innovation "nicht der wichtigste, sondern der einzige
Weg zu Wachstum und Wohlstand" sei. "In einer sich immer schneller
wandelnden Welt müssen Unternehmen sich kontinuierlich erneuern, um
erfolgreich zu sein", so Gibson. Unternehmen seien dann innovativ, so
der Bestseller-Autor, wenn sie Konventionen hinterfragen, Trends
verfolgen, die eigenen Kompetenzen ausschöpfen und Kundenbedürfnisse
entdecken können.
Investition: "Marshall-Plan" für Euro-Problemländer
Der deutsche Wirtschaftsweise Peter Bofinger schloss mit seinem
Vortrag zur Zukunft des Euro den ersten Teil der Konferenz ab. "Der
Euro ist besser als sein Ruf", betonte Bofinger und verwies dabei auf
die niedrige Inflationsrate und die - im Vergleich zu Japan und den
USA - niedrigere Schuldenstandsquote. Seine Analyse der Finanzkrise
zeigte, dass diese nicht "von einzelnen Ländern alleine, sondern
gemeinsam verschuldet worden ist, weshalb sie auch nur gemeinsam
gelöst werden kann", so Bofinger. Der Wirtschaftsexperte sprach sich
für eine "Währungsunion 2.0" aus, um den aktuellen Problemländern
Wachstumsimpulse - in Form eines "Marshall-Plans" - zu geben, statt
diese einseitig "zu Tode zu sparen".
Integration: Bildungssystem entscheidend
Den zweiten Teil der Konferenz eröffnete
Integrations-Staatsekretär Sebastian Kurz mit einem kurzen
Impulsreferat zum Thema "Integration durch Leistung". Kurz leitete
seinen Vortrag mit dem Hinweis ein, dass rund ein Fünftel der
Bevölkerung in Österreich einen Migrationshintergrund habe, weshalb
es wichtig sei, nicht nur die damit verbundenen Probleme, sondern vor
allem auch die darin liegenden Chancen zu sehen. Eine Schlüsselfrage,
so Kurz, sei "wie wir unser Bildungssystem so verändern können, dass
Kinder mit Migrationshintergrund gleiche Chancen vorfinden", da sonst
gravierende Probleme entstünden.
In der unmittelbar anschließenden Gesprächsrunde erörterten die
Flüchtlingshelferin Ute Bock gemeinsam mit Christian Ohswald, dem
Leiter des Raiffeisen Private Banking, sowie den Keynote-Speakern
Peter Bofinger, Rowan Gibson, Sebastian Kurz und Oliver Krupitza ihre
Ansichten zum "Triple i". Ein wesentlicher Teil der Diskussion drehte
sich um die Themen Zuwanderung und Integration. Als "Verbrechen"
bezeichnete Bock den Umstand, dass "vielen, sehr gescheiten jungen
Menschen keine Möglichkeit gegeben wird, eine Ausbildung zu machen."
Auch Peter Bofinger zeigte sich überzeugt, dass das Bildungssystem
der Schlüssel zur Integration sei. Sebastian Kurz verortete in diesem
Bereich "besondere Extreme", da Menschen mit Migrationshintergrund in
Österreich einen höheren Akademikeranteil als der Durchschnitt haben,
während gleichzeitig überproportional viele Menschen ohne
Schulabschluss aus dieser Gruppe kommen. Rowan Gibson verwies darauf,
dass Zuwanderung einen wichtigen Beitrag für Innovation leisten
könne. "Innovation braucht Impulse von außen, darum zeichnen sich die
kreativen ,Hot Spots' der Welt alle durch die Vielfalt ihrer
Bevölkerung aus", so Gibson. Raiffeisen-Manager Christian Ohswald
unterstrich, dass sein Unternehmen "sowohl aus moralischen als auch
wirtschaftlichen Gründen" begonnen hat, auf diese Vielfalt zu setzen.
Und Oliver Krupitza betonte, dass Coface dieses internationale
Miteinander schon seit langer Zeit leben würde - und er darin nur
Vorteile sehe.
Das an das Konferenzprogramm anschließende "Coface Get Together"
bot den über 400 Gästen dann die Möglichkeit zum persönlichen
Meinungsaustausch und Networking. Nicht zuletzt aufgrund der hohen
Dichte an Entscheidungsträgern wurde die Veranstaltung in den zehn
Jahren ihres Bestehens mittlerweile ein Fixpunkt im Kalender der
heimischen Wirtschaft. Dazu Susanne Krönes, Marketingleiterin von
Coface Austria: "Wir freuen uns, den Teilnehmern mit hochkarätigen
Experten auch in diesem Jahr wieder sehr interessante Impulse und
Diskussionen zu wichtigen Wirtschaftsthemen geboten zu haben."
Weitere Details zur Konferenz unter:
http://events.coface.at
Fotos von der Konferenz ab 10. Mai 2012 zum Download unter:
http://www.ots.at/redirect/coface.at
Coface Austria & Coface Central Europe
Coface Austria, mit Zentrale in Wien und Niederlassungen in Polen,
Ungarn, Litauen, Lettland, Slowakei, Tschechien, Rumänien und
Bulgarien ist seit Gründung 1954 der Partner am heimischen Markt für
Kreditversicherungen. Seit 1997 ist Coface Austria Tochter der
französischen Coface und damit Teil eines der drei Global Player am
Kreditversicherungsmarkt. Die Schwestergesellschaft Coface Central
Europe ist seit 20 Jahren Marktführer für Wirtschaftsinformationen in
12 zentraleuropäischen Ländern. Ergänzend bietet man in der gesamten
Region Inkassoservices an. Coface Central Europe ist ein
Gemeinschaftsunternehmen der Coface (75 Prozent) und des KSV1870 (25
Prozent). Seit 2002 ist Wien innerhalb des Coface Konzerns
Headquarter für Zentral- und Osteuropa, die gesamte Region zählt
bereits über 700 Mitarbeiter/innen.
Coface
Die Coface-Gruppe, einer der weltweit führenden Kreditversicherer,
bietet Unternehmen globale Lösungen für ihr Forderungsmanagement.
2011 erwirtschaftete die Gruppe einen konsolidierten Umsatz von 1,6
Mrd. Euro. 4.600 Mitarbeiter/innen in 66 Ländern bieten weltweit
lokalen Service. Jedes Quartal veröffentlicht Coface ihre
Einschätzung des Risikos von 157 Ländern. Diese Bewertung basiert auf
den einzigartigen Kenntnissen über das Zahlungsverhalten von
Unternehmen und der Expertise der 250 Kreditprüfer. Coface ist die
Tochter der französischen Bank Natixis (Core Tier 1 Ratio 10,2% Ende
Dezember 2011).
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
und weitere Informationen: Coface Austria Holding AG Susanne Krönes Head of Marketing and Communications Tel.: 01/515 54 - 512 mailto:[email protected]
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