• 07.05.2012, 17:48:35
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T-Mobile Austria verlangt Auflagen bei Übernahme von Orange

Geplante Vereinbarungen verzerren Wettbewerb und bauen dominante Rolle des Marktführers stark aus

Robert Chvátal, CEO T-Mobile Austria: T-Mobile Austria verlangt Auflagen bei Übernahme von Orange

Wien (OTS) - Grundsätzlich hat T-Mobile Austria keine Vorbehalte
gegen eine Marktkonsolidierung, die ja auch schon seit längerem
erwartet wird. Die jetzt bei der EU-Wettbewerbsbehörde in Brüssel
angemeldete Übernahme von Orange Austria durch Hutchison 3G Austria
würde aber in der von den beteiligten Parteien geplanten Form zur
massiven Verzerrung des Wettbewerbs zu Gunsten von Hutchison 3G sowie
Marktführer A1 Telekom Austria führen. Darum hält T-Mobile den
Zusammenschluss in der jetzigen Form für bedenklich.

"Wir erwarten, dass die Behörden in Brüssel und Wien vor allem den
Verkauf von Frequenzen und der Billigmarke Yesss! an die A1 Telekom
Austria genau prüfen. In der jetzigen Form würde die Fusion Hutchison
3G sowie A1 inakzeptable Wettbewerbsvorteile beim Aufbau des
LTE-Breitbandnetzes einräumen und T-Mobile stark benachteiligen.
Außerdem würde die Dominanz des Marktführers durch die Übernahme der
Yesss-Kunden beinahe auf 50 Prozent steigen, was nicht im Interesse
des Wettbewerbs am heimischen Markt ist", erklärt Robert Chvátal, CEO
T-Mobile Austria.

Aufgrund der Laufzeiten für seine 1800-Megahertz-Frequenzen und
durch den Zuwachs an rund 4500 Basisstationen wäre Hutchison 3G nach
der Fusion als einziger Betreiber in der Lage, ohne neue Frequenzen
rasch ein breitflächiges LTE-Angebot anzubieten. Damit ergäbe sich
ein eineinhalb bis zweijähriger massiver Wettbewerbsvorsprung.

Gerade Business-Kunden sind jene Early Adopters, die besonders
früh neue Technologie nutzen wollen, aber dann aus Gründen der
geschäftlichen Kontinuität später zurückhaltend sind den Anbieter zu
wechseln. "Die Erfahrung aus der seinerzeitigen Einführung von GSM in
Österreich zeigt: Der rund zweijährige Vorsprung des damaligen
Monopolisten mobilkom A1 gegenüber der erst später zugelassenen
max.mobil führte zu einer übergroßen Dominanz bei Business-Kunden,
die bis heute besteht", sagt Chvátal.

Dazu kommt, dass auch die Position von A1 Telekom Austria durch
den beabsichtigten Verkauf von Frequenzpaketen (900 und 2100 MHz) im
Wettbewerb weiterhin gestärkt wird. "Wir fordern daher eine
umfassende Neuordnung von Frequenzen, damit auch nach einer
Konsolidierung fairer und chancengleicher Wettbewerb zwischen den
Betreibern herrscht", sagt Chvátal.

Skeptisch sieht T-Mobile auch den Verkauf von Kunden der
Orange-Billigmarke Yesss! an A1 Telekom Austria. Damit würde der
Marktanteil des Marktführers beinahe auf die 50-Prozent-Marke
springen. Vor allem der Wettbewerb im Billigsegment würde dadurch
deutlich eingeschränkt werden. Außerdem wird die ohne bereits
bestehende Marktbeherrschung der A1 Telekom Austria im
Festnetzbereich weiter zementiert, denn nach eigenen Angaben hat
Yesss! auch 40.000 Festnetzkunden, die gleichfalls von A1 übernommen
werden sollen. Chvátal: "Ohne Auflagen darf diese Übernahme nicht
genehmigt werden. Wir erwarten auch, dass alle verantwortlichen
Behörden im Sinne eines fairen Wettbewerbes den Sachverhalt einer
sehr genauen Überprüfung unterziehen und keine übereilten
Entscheidungen treffen."

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
T-Mobile Austria
Helmut Spudich, Unternehmenssprecher
Tel.: 0676 8200 5200
E-Mail: [email protected]

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