- 24.04.2012, 12:34:35
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Karlheinz Töchterle: Österreichischer Forschungsraum weist zahlreiche Qualitätsmerkmale auf
Gemeinsame Pressekonferenz von Wissenschafts- und Forschungsminister mit EU-Forschungskommissarin Geoghegan-Quinn

Wien (OTS) - "Der österreichische Forschungsraum weist zahlreiche
Qualitätsmerkmale auf. Gerade auch anhand der hohen Rückflussquote im
EU-Forschungsrahmenprogramm sowie an der erfolgreichen Einwerbung von
ERC-Grants zeigt sich, dass die Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler in Österreich international absolut mithalten können
und der heimische Wissenschafts- und Forschungsstandort hervorragend
aufgestellt ist", so Wissenschafts- und Forschungsminister Dr.
Karlheinz Töchterle. In einem gemeinsamen Pressegespräch mit
EU-Forschungskommissarin Máire Geoghegan-Quinn informierte er über
das EU-Forschungsprogramm HORIZON 2020 (Laufzeit 2014 - 2020), das
derzeit auf europäischer Ebene verhandelt wird, sowie über die
erfolgreiche Einwerbung von Mitteln des Europäischen Forschungsrates
durch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Österreich.
Anschließend eröffnete der Minister die Konferenz "Horizon 2020 -
Rückenwind für Österreichs Forschung und Innovation?" in der Hofburg,
bei der es nach der Eröffnungsbotschaft der Kommissarin einen Vortrag
von uniko-Präsident Heinrich Schmidinger zu den "Chancen und Risiken
von HORIZON 2020 aus der Perspektive der österreichischen
Universitäten" sowie eine Podiumsdiskussion zum Mehrwert des
geplanten Programms mit Vertreter/innen aus Wirtschaft, Wissenschaft
und Forschung gab.
Das derzeit laufende 7. EU-Forschungsrahmenprogramm (2007 bis 2013)
ist mit einem Gesamtbudget von 50,5 Milliarden Euro das weltweit
größte transnationale Forschungsförderprogramm und Österreich nimmt
sehr erfolgreich daran teil. Das Gesamtfördervolumen der Projekte mit
österreichischer Beteiligung beträgt 4,5 Mrd. Euro. Damit
partizipieren österreichische Forschende mehr oder weniger direkt an
rund einem Viertel aller bisher im 7. Rahmenprogramm ausgeschütteten
Förderungen. Die Rückflussquote ist konstant gestiegen: von 70
Prozent im 4. Rahmenprogramm auf 128 Prozent im aktuellen
Rahmenprogramm. Mehr als 2.000 österreichische Forscher nehmen schon
heute am EU-Rahmenprogramm teil. Sie kommen aus den Universitäten,
den Fachhochschulen, aus vielen außeruniversitären
Forschungseinrichtungen sowie kleinen und großen Unternehmen. "Unser
klares Ziel ist es, auch weiterhin im Europäischen Forschungsraum
eine tragende Rolle zu spielen. Die Teilnahme österreichischer
Forscher und Forschungseinrichtungen soll im neuen Rahmenprogramm
noch ausgeweitet werden", so Töchterle.
In die aktuellen Verhandlungen zu HORIZON 2020, das das derzeit
laufende EU-Forschungsrahmenprogramm 2014 ablösen soll, bringt sich
Österreich aktiv ein. Das österreichische Positionspapier wurde
interministeriell und mit Vertreter/innen aus Wissenschaft,
Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft erarbeitet. Es beinhaltet die
wichtigsten österreichischen Anliegen, die derzeit in die
Verhandlungen eingebracht werden. Mit dem Abschluss der Verhandlungen
auf europäischer Ebene ist in der zweiten Jahreshälfte 2013 zu
rechnen, damit danach die Vorbereitungen für den Programmstart am 1.
Jänner 2014 zeitgerecht erfolgen können.
HORIZON 2020 ist in die drei Säulen "Wissenschaftsexzellenz"
"Marktführerschaft" und "Gesellschaftliche Herausforderungen"
gegliedert. Es fasst erstmals die gesamte Bandbreite von der
Wissenschaft über die Technologie bis hin zur Innovation unter einem
gemeinsamen "Förderdach" zusammen und wird wesentlich zur
Verwirklichung des Europäischen Forschungsraums beitragen. Das
österreichische Positionspapier beinhaltet die österreichischen
Anliegen, die in die laufenden Verhandlungen eingebracht werden.
Österreich setzt sich zum Beispiel für die Vereinfachung der
Teilnahmebedingungen, die verstärkte Förderung der Geistes- und
Sozialwissenschaften sowie die optimierte KMU-Integration in HORIZON
2020 ein.
Wissenschaftsminister Töchterle ging in der Pressekonferenz auch auf
die "Erfolgsgeschichte ERC" ein. Seit Bestehen des Europäischen
Forschungsrates (European Research Council, ERC) waren in Österreich
tätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beim Einwerben von
"Starting Grants" und "Advanced Grants" sehr erfolgreich: An
österreichischen Institutionen wurden seit der ersten Ausschreibung
im Jahr 2007 68 Grants eingeworben und damit Fördergelder in der Höhe
von insgesamt rund 77 Millionen Euro nach Österreich geholt. Rund
zwei Drittel (66%) der in Österreich forschenden Preisträger sind
nicht-österreichischer Nationalität. Mit diesem im europäischen
Vergleich überdurchschnittlich hohem Anteil internationaler Forscher
liegt Österreich an 2. Stelle gleich hinter der Schweiz (76%). "Dies
ist ein Indiz für die internationale Attraktivität Österreichs als
Wissenschaftsstandort", so der Minister abschließend.
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung Minoritenplatz 5, 1014 Wien Pressesprecherin: Mag. Elisabeth Grabenweger Tel.: +43 1 531 20-9014 mailto: [email protected] www.bmwf.gv.at
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