• 22.02.2012, 11:23:34
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Evangelischer Bischof Bünker anlässlich der Passionszeit

Nicht jeder hat sein täglich Brot - Wir fasten während andere hungern

Bischof Michael Bünker

Linz (OTS) - In Österreich werden jedes Jahr eine Million Tonnen
an Lebensmitteln weggeworfen. Jedes fünfte Stück Brot landet im Müll.
Der verschwenderische Umgang mit Lebensmitteln hat einen neuen
Höhepunkt erreicht.

"Dem gegenüber stehen aktuell fast 1 Milliarde Menschen in den
Entwicklungsländern, die an Hunger und Unterernährung leiden", so der
evangelische Bischof Michael Bünker anlässlich eines Pressegesprächs
am Aschermittwoch.

"Im Jahr 2000 hat die Weltgemeinschaft die
Millenniums-Entwicklungsziele vereinbart, und damit vor allem dem
Hunger den Kampf angesagt. Doch die Zahl der Menschen, deren täglich
Brot nicht ausreichend gesichert ist, stieg seit damals weiter an",
beklagt der Bischof. "Das ambitionierte Ziel für 2015 liegt in weiter
Ferne."

"Die steigende Zahl der Hungernden ist besonders beschämend, da
sie auch politisch verursacht ist. Wir dürfen nicht vergessen: Die
Hungerproblematik ist eine Verteilungsproblematik", verdeutlicht
Michael Bünker. Immer wieder sind es die Mittel für die
Entwicklungszusammenarbeit, die von den Regierungen gekürzt werden.
Das Menschrecht auf ausreichend Nahrung wird somit nicht erfüllt.
"Wichtig ist, dass die Österreichische Regierung nicht aus den Augen
verliert, dass sie einen Beitrag von 0,7 Prozent des
Nationaleinkommens für die Entwicklungshilfe versprochen hat",
fordert Michael Bünker. Da der österreichische Staat seine
Verantwortung nicht ausreichend wahrnimmt, ist das private und
kirchliche Engagement in der Entwicklungszusammenarbeit besonders
wichtig.

"Brot für die Welt" engagiert sich in der Entwicklungspolitik

"Brot für die Welt" ist eine Aktion, die von der Evangelischen
Kirche und der Diakonie getragen wird. Schwerpunkte in der
entwicklungspolitischen Projektarbeit von "Brot für die Welt" sind
neben Ernährungssicherung auch Bildung, Menschen mit Behinderungen,
Friedensarbeit im Nahen Osten und die Stärkung von Frauen.

"Mit dieser Aktion wollen wir das Thema Entwicklungszusammenarbeit
wieder stärker in das Bewusstsein der Menschen rücken. Das Engagement
für hungernde und notleidende Menschen ist wichtiger als je zuvor",
meint Bischof Bünker.

Hoffnung in Zeiten der Dürre schenken

3,7 Millionen Menschen, darunter tausende Kinder, leiden aktuell
unter der extremen Trockenheit in Kenia. Die Menschen vor Ort sind
nicht ausreichend mit Nahrung und sauberem Trinkwasser versorgt.
Hinzukommen exorbitant hohe Preise für Grundnahrungsmittel. Mais,
eines der Hauptnahrungsmittel kostet in Kenia derzeit mehr als in
Österreich. Bis zu 80 Prozent des Einkommens müssen für
Nahrungsmittel aufgebracht werde. "Dürreperioden, wie sie in Afrika
immer häufiger vorkommen, und steigende Lebensmittelpreise machen den
Einsatz von Entwicklungshilfe-Organisationen nötig", betont Michael
Bünker.

"Die Projekte von 'Brot für die Welt' orientieren sich an den
Bedürfnissen der Menschen in den Projektregionen. So zählt es in
Kenia zu den Hauptaufgaben, gemeinsam mit den Partnerorganisationen
Strukturen aufzubauen, die langfristig Ernährung sichern", stellt
Bischof Bünker abschließend fest.

"Brot für die Welt" bittet dringend um Ihre Unterstützung.
Spendenkonto: 900 566 00 - PSK Bank - BLZ 60 000

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
"Brot für die Welt" Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Martina Gasser
E-Mail: [email protected]
Tel.: +43 (0) 1/ 402 67 54-42
Mobil: +43 (0) 664/ 886 822 70

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