• 30.12.2011, 15:16:30
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Königlicher Besuch beim Bundespräsidenten - BILD

"Ihr seid für eine ganz wichtige Sache unterwegs, für den Gedanken der Nächstenliebe und Solidarität. würdigte der Bundespräsident den Einsatz der Sternsinger/innen für eine gerechte Welt.

Wien (OTS) - Rund 40 "Heilige Könige" aus ganz Österreich haben
Bundespräsident Dr. Heinz Fischer am 30.12.2011 zur Mittagsstunde die
Friedensbotschaft und den Segen für das Neue Jahr überbracht. Mit dem
farbenprächtigen und stimmkräftigen Empfang würdigt der
Bundespräsident den großartigen Einsatz der Sternsinger/innen der
Katholischen Jungschar.

"Ihr seid für eine ganz wichtige Sache unterwegs, für den Gedanken
der Nächstenliebe und Solidarität. Das ist etwas, was wir immer
brauchen und das gerade in schwierigen Zeiten. Ihr gebt Hilfe in 20
Ländern und eine besondere Rolle spielen heuer die Philippinen - ein
Land, das von Katastrophen heimgesucht wurde, in dem die Unterschiede
zwischen Arm und Reich besonders groß sind, in dem Kinder eure Hilfe
benötigen. Vielen Dank für euren Einsatz!" zollte der Bundespräsident
dem großartigen Einsatz der 85.000 Kinder Anerkennung.

Martin Krenn, Bundesvorsitzender der Katholischen Jungschar,
sprach sich in seinem Statement dafür aus, dass der Staat Österreich
dem solidarischen Einsatz der Sternsinger-Kinder für Menschen in
Afrika, Asien und Lateinamerika folgen sollte: "Die geplante
Schuldenbremse darf zu keiner Solidaritätsbremse werden. Wir
appellieren daher auch an Sie, Ihren Einfluss geltend zu machen,
damit die Kürzungen in der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit
zurückgenommen werden. Ganz im Gegenteil sollten die Mittel für die
Zukunftsinvestition von Armutsbekämpfung, Schutz der Menschenrechte
und Bewahrung einer lebenswerten Umwelt erhöht werden."

Als Geschenk wurde dem Herrn Bundespräsidenten eine kleine, fair
gehandelte Weltkugel überreicht. Diese soll als Symbol dienen, damit
die Vision von globaler Gerechtigkeit und Schutz der Umwelt im
politischen Alltag eine stärkere Rolle erhält.

Bundespräsident Fischer: "Die Dotierung der staatlichen
Entwicklungszusammenarbeit ist ein Thema, bei dem sorgfältiges
Nachdenken darüber notwendig ist, was man verbessern könnte. Es ist
unverzichtbar, die Staatsschulden zu reduzieren. Es ist aber auch
unverzichtbar, dabei Prioritäten zu setzen. Andere Länder zeigen uns,
dass es möglich ist, intensiv zu sparen und trotzdem bei der Hilfe
für die Ärmsten der Welt eine Priorität zu setzen."

Die 85.000 Sternsinger/innen setzen mit dem in rund 3.000 Pfarren
gesammelten Geld ein starkes Zeichen gegen Armut und Unrecht: Rund
500 Hilfsprojekte in Afrika, Asien und Lateinamerika werden jährlich
unterstützt und führen zu positiven Veränderungen für eine Million
Menschen. Im letzten Jahr hat die österreichische Bevölkerung 14,8
Millionen Euro gespendet. Seit den Anfängen im Jahr 1954 wurden mehr
als 310 Mio. Euro für notleidende Mitmenschen gesammelt.

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