• 02.12.2011, 17:05:18
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Viele Barrieren sind noch immer alltäglich: Weg damit!

Aktion von Menschen mit Lernschwierigkeiten und Behinderungen in Wien

SelbstvertreterInnen räumen Barrieren aus dem Weg

Wien (OTS) - "Beseitigt die Barrieren für Menschen mit
Lernschwierigkeiten" - unter diesem Motto rief am 2. Dezember 2011
die ExpertInnengruppe zu einer gemeinsamen Aktion auf. Am Vortag des
"Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung", errichteten die
Selbstvertreterinnen und Selbstvertreter der Organisationen Caritas,
Diakonie, Lebenshilfe, Jugend am Werk und Vienna People First am
Wiener Graben eine Mauer. Sie stapelten Kartons, die für die
Barrieren und Hindernisse in ihrem Alltag stehen, und informierten
mit Flugblättern und Plakaten über ihre Anliegen.

Gleichstellung für Menschen mit Behinderungen herstellen

"Österreich hat die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit
Behinderungen" unterzeichnet. Jetzt geht es darum, die Gleichstellung
umzusetzen. Wir fordern die Gleichstellung von Menschen mit
Lernschwierigkeiten und Behinderungen in allen Lebenssituationen -
von der Bildung bis zur Arbeit", so Sprecherin und Selbstvertreterin
Sabine Franz.

Konkrete Forderungen betreffen etwa die Gleichstellung bei Bildung
und beruflicher Ausbildung, den uneingeschränkten Zugang zu
medizinischer Versorgung, den Ausbau der Barrierefreiheit in Gebäuden
und im öffentlichen Raum, ein Anrecht auf Gehalt und Pension für
Menschen mit Lernschwierigkeiten, die in Werkstätten und
Tagesstrukturen arbeiten sowie den Ausbau von
Mitbestimmungsmöglichkeiten.

"Wir verlangen auch mehr Informationen in leichter Sprache, damit
Texte verständlicher werden. Auch bei Gesetzen, Verträgen und
Verordnungen. Oder bei Bedienungsanleitungen", nennt Selbstvertreter
Andreas Zehetner eine weitere Hauptforderung.

Barrieren beseitigen

Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der
Behindertenpolitik, an der Spitze der Bundesminister für Arbeit,
Soziales und Konsumentenschutz, Rudolf Hundstorfer wurde die Mauer
aus Barrieren niedergerissen.

Mit dieser symbolischen Beseitigung von Barrieren soll auf die
Rechte von Menschen mit Lernschwierigkeiten und Behinderungen vor dem
Hintergrund der von Österreich ratifizierten "UN-Konvention über die
Rechte von Menschen mit Behinderung" hingewiesen werden.

"Wir wünschen uns, dass die Barrieren auch in Wirklichkeit
gemeinsam und möglichst schnell beseitigt werden", fordert Sabine
Franz und betont: "Wir werden weiter dafür kämpfen und nicht locker
lassen. Nichts über uns - ohne uns!"

Internationale Tag der Menschen mit Behinderung

Im Jahr 1992 wurde der "Internationale Tag der Menschen mit
Behinderung" (3. Dezember) von der World Health Organisation (WHO)
ins Leben gerufen, um für die Anliegen von Menschen mit Behinderung
zu sensibilisieren.

630.000 Personen haben in Österreich EU-Schätzungen zufolge eine
starke Beeinträchtigung: Rund 0,4 bis 0,6 Prozent der Bevölkerung
haben nach der EU-weiteren Studie "Pomona" eine Lernbehinderung
(veraltet: "geistige Behinderung").

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:

Mag. Wolfgang Bamberg
   Jugend am Werk - Öffentlichkeitsarbeit/Public Relations
   Thaliastraße 85/4. Stock
   A - 1160 Wien
   Tel: +43  1  405 02 86-20
   Mobil: +43  664  839 83 73
   Email: [email protected]

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